Die Yoga- und Kitelehrerin Antonia wird ab sofort in der KiteWorldWide Lagoon Lodge auf Sri Lanka Yoga unterrichten

Yoga und Kitesurfen: Unsere neue Yogalehrerin auf Sri Lanka!

Warum passt Yoga so gut zum Kitesurfen? Im Interview mit KiteWorldWide verrät Antonia, wie ihr euch im Kiteurlaub auspowern und ebenso entspannen könnt.

Die Yoga- und Kitelehrerin Antonia wird in der KiteWorldWide Lagoon Lodge in Kalpitiya auf Sri Lanka in die neue Saison starten. Warum Yoga und Kitesurfen zusammen ein gutes Training sind, was Antonia in ihrer Yoga Ausbildung in Indien gelernt hat, wie es dazu kam, ab sofort in der KiteWorldWide Lagoon Lodge Yoga zu unterrichten und was euch in Kalpitiya während eures Kiteurlaubs bei den Yogasessions mit Antonia erwarten wird, hat sie hier im Interview verraten.

Die Yoga- und Kiteslehrerin Antonia mit Netti von KiteWorldWide am Strand auf Sri Lanka

Yoga und Kitesurfen bei KiteWorldWide – Antonia wo kommst du her und was wird in Zukunft deine Aufgabe bei KiteWorldWide in Kalpiyia, Sri Lanka sein?

Hi, ich heiße Antonia und ich komme aus Velbert. Nach dem Abitur war ich 2 Jahre lang in 14 Ländern unterwegs, um zu Arbeiten und zu Reisen. Ich war vor allem an vielen Kitespots unterwegs wie Neuseeland, Brasilien und Portugal und habe in der Zeit meine Kitelehrer Ausbildung in Ägypten abgeschlossen. Jetzt bin ich 23 und habe im September 2019 mein Studium in Medizinischem Sport- und Gesundheitsmanagement in Köln abgeschlossen. Im Studium inbegriffen sind Fitnesstrainer Lizenzen, Personal Coaching, Nordic Walking, Functional Training etc. Nach dem Studium absolvierte ich noch einen Breakletics Trainerschein (HighIntensiveIntervallTraining auf einen Beat) und eine SUP-Yogalehrerausbildung (Yoga auf einem StandUpPaddle Board). Schon mal gehört? Nein? Macht beides super viel Spaß und sollte man mal ausprobiert haben ;)

Ich komme gerade aus Indien und habe dort noch ein Yogalehrer-Training gemacht. Ich habe schon zuvor Yoga unterrichtet, aber um tiefer in das Thema einzutauchen, gibt es keinen besseren Ort als seinen Ursprungsort aufzusuchen: Indien.

Yoga und Kitesurfen! Ich freue mich schon mega auf die Zeit bei KiteWorldWide auf Sri Lanka! Zum einen liebe ich es, anderen Skills und Tipps zum Kiten an die Hand zu geben, als Kitelehrerin zu arbeiten finde ich immer cool. Zum anderen werde ich so oft es geht Yoga unterrichten. Und wenn Interesse besteht, gebe ich auch gerne Fitnesskurse etc., ein bisschen Sport schadet schließlich nie ;)
Es wird also auch an Tagen mit weniger Wind definitiv nicht langweilig!

Unter einem Palmendach wird bei KiteWorldWide in Kalpitiya auf Sri Lanka Yoga unterrichtet.

Vom Kitesurfen zum Yoga – Wie bist du zum Yoga gekommen und warum hat es dich so in seinen Bann gezogen?

Als ich Yoga das erste Mal ausprobiert habe, war ich ziemlich skeptisch. Ich wollte lieber Sport machen, der mich auspowert. Irgendwann habe ich dann an einer Kiteschule einen Kurs mitgemacht. Eine Woche lang jeden Morgen am Strand. Die Lehrerin war der Hammer, und schon nach ein paar Tagen habe ich bemerkt, dass sich etwas verändert hat. Ich habe mich einfach besser gefühlt. Ich habe bemerkt, dass Yoga sowohl sehr, sehr anstrengend sein kann, als auch tiefen entspannend. Und ein bisschen bewusste Entspannung tut einfach gut.

Seit ca. 5 Jahren praktiziere ich jetzt Yoga. In meinem Studium habe ich dann im Modul Stressbewältigung und Entspannungstechniken mehr über die physiologischen und psychischen Vorteile gelernt. Ich bin fest davon überzeugt, dass es sich in einem gesunden, starken Körper länger und schöner lebt, und dass Yoga dabei eine sehr gute Unterstützung sein kann.

 

Mehr Power zum Kitesurfen – Seit wann arbeitest du als Yoga-Lehrerin und wie ist es dazu gekommen?

Zum Unterrichten bin ich vor allem durch mein Studium gekommen. Vor 2 Jahren habe ich das erste Mal einen Fitnessyoga Kurs in einem Sportzentrum gegeben, im Rahmen der Praktikumsphase meiner Uni. Neben anderen Sport Kursen hat mir dieser Kurs am meisten Spaß gemacht. Es war beeindruckend für mich zu sehen, dass die Veränderungen, die ich erstmals an mir gesehen habe, auch bei anderen ausgelöst werden. Nach anderen Kursen waren die Teilnehmer einfach müde. Nach dem Yoga hingegen beschrieben sie, dass sie sich besser fühlten: körperlich erschöpft, aber im Kopf klarer als zuvor. Es ist ein schönes Gefühl, durch ein gemeinsames Training so etwas bei Menschen hervorrufen zu können und einen positiven Einfluss auf das Befinden Anderer zu haben.

Du warst jetzt gerade erst in Indien – was hast du dort genau in deiner Yoga Ausbildung gelernt?

In Indien habe ich einen 200 Stunden Intensivkurs gemacht, um meine Yogakenntnisse zu vertiefen und bessere Skills zu bekommen, gute Tipps zu geben. Ich bin der Meinung, dass man sich immer weiter entwickeln kann, wenn man möchte. Aktuell befinde ich mich an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich so viel lernen möchte, wie mir möglich ist. Jede Erfahrung ist eine Bereicherung. Yoga ist tief in der Kultur Indiens verwurzelt, und bietet die Möglichkeit, die ganze Philosophie des Yogas aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten, als es in Europa möglich wäre. In Deutschland würde man die Inhalte vielleicht zusammenfassen als ein Mix aus Stressbewältigungs- und Entspannungsverfahren, Mentaltraining, intensivem Dehnen, Stabilisations- und Gleichgewichtstraining, Wirbelsäulengymnastik, Atemübungen, Gesundheitstraining und Kulturaustausch.

Dabei kann man dann selbst entscheiden, worauf man den Fokus legen möchte. Deshalb ist Yoga nie immer gleich Yoga, sondern absolut abhängig vom lehrerabhängig. Yoga ist sehr vielseitig, deshalb ist für jeden ein möglicher Weg dabei, abhängig von den persönlichen Präferenzen.

 

Hatha Yoga und warum es dir mehr Power zum Kitesurfen gibt – Warum unterrichtest du einen bestimmten Yoga-Stil? 

Es gibt sehr viele interessante Stile, deshalb versuche ich meinen Unterricht zu variieren. Dabei konzentriere ich mich in erster Linie auf Hatha Yoga und bis zu einem gewissen Grad auf Raja Yoga.

Hatha Yoga konzentriert sich auf körperliche Übungen, Atemübungen und Entspannungstechniken. Dieser Stil ist sehr populär in Deutschland und teilt sich in viele Unterkategorien, wie z.B. den Vinyassa Flow. Vinyasa Yoga ist ein sehr energetischer Stil. Es wird mit fließenden Bewegungen gearbeitet und es kann sehr anstrengend werden. Hier kann man sich tatsächlich auspowern, das gefällt mir an diesem Stil.

Beim Raja Yoga geht es um Techniken des mentalen Trainings und der Meditation. Diesen Stil finde ich besonders interessant, da hier auf ganz erstaunliche Art die Leistung beeinflusst werden kann. Traut man sich z.B. beim Kiten einen bestimmten Sprung nicht, gibt es Methoden des mentalen Trainings, seine Angst zu überwinden.

Die neue Yogalehrerin Antonia freut sich auf die Kitesurf Saison auf Sri Lanka

Antonia, du hast unglaublich viel Erfahrung im Yoga. Was empfiehlst du jungen Menschen, die Yoga unterrichten möchten?

Es gibt überall auf der Welt Yogazentren, in denen Teacher Trainings im Zeitraum von 30-60 Tage angeboten werden. Der Unterricht findet hier von morgens bis abends statt. In Deutschland gibt es zusätzlich Ausbildungsmodelle, die über 2 Jahre gehen und 1-2x die Woche nebenberuflich absolviert werden können. Am Ende zählt die Stundenanzahl.

Für mich persönlich war klar, dass ich nicht nur an der Yoga- Oberfläche kratzen, sondern tief in die Kultur eintauchen möchte. Deshalb habe ich mich für Kerala, Indien entschieden. Innerhalb Indiens gibt es weitere große Unterschiede, Rishikesh z.B. liegt im Himalaya Gebirge, und Goa und Kerala liegen am Strand. Das bedeutet nicht, das eine Ausbildung in Deutschland weniger gut ist. Im Gegenteil, jeder hat die Möglichkeit das Modell zu finden, welches zu einem passt. Eine solche Ausbildung ist nicht nur für Menschen gut, die unterrichten wollen, sondern auch für jene, die für sich selbst mehr über Yoga lernen möchten.

Traut euch, die ganze Welt des Yoga steht euch offen!!

Wer hat dich auf deiner Reise durch die Yoga-Welt am meisten begleitet oder beeinflusst?

Meine erste Yogalehrerin Kim Sternemann an der Kiteschule in Portugal hat mir gezeigt wie cool Yoga eigentlich ist. Ihr Yoga Stil nennt sich Ashtanga Yoga. Ich wünsche jedem, der mit Yoga beginnt eine ähnliche Erfahrung zu machen, wie ich sie damals hatte. Sie hat mein Leben positiv beeinflusst.

Die Kriegerposition beim Yoga an der Lagune in Kalpitiya, Sri Lanka.

Wie profitieren Kitesurfer vom Yoga? 

Yoga hilft gegen Muskelkater. Das Trainieren von Balance, Kraft und Stabilität beugt Verletzungen bei anderen Sportarten vor. Selbst die Konzentration, Disziplin und mentale Stärke werden trainiert. Bauch- und Rückenmuskulatur werden gestärkt, was nicht nur beim Kiten ein Vorteil ist, sondern auch im Alltag. Und wenn man schon am Strand ist, dann kann man ja auch was für seine Strandfigur tun ;)

Letztes Jahr habe ich als Yogalehrerin eine Gruppe Leistungsschwimmer betreut. Ohne Zweifel handelte es sich um super sportliche Menschen. Dennoch brachte Yoga sie an ihre Grenzen. Und das auf einem ganz anderen Level, als sie es bisher gewohnt waren. Es gibt Studien, die zeigen das Yoga die Leistung von Sportlern positiv beeinflussen kann. Kein Wunder also das selbst die Fußballnationalmannschaft einen eigenen Yogalehrer hat. Warum dann nicht auch wir Kiter?

Antonia ist Yogalehrerin auf Sri Lanka

Kann jeder mit Yoga anfangen oder gibt es bestimmte Voraussetzungen?

Klar, jeder kann mit Yoga anfangen! Yoga gibt es in unzähligen Variationen, sowohl für Schwangere, für Kinder oder für die ältere Generation im Altenheim. Sportler aller Art profitieren von einer Kombination aus ihrer Sportart mit Yoga.

Die einzige Voraussetzung ist offen zu sein, um Neues auszuprobieren. Manches mag sich ungewohnt anfühlen, aber man kommt schnell in die Übungen rein.

Erste Yogapositionen am Pool von der KiteWorldWide Lagoon Logde

Was möchtest du Menschen, die mit Yoga beginnen wollen, auf den Weg geben?

Das Wichtigste ist zu verstehen das es beim Yoga nicht darum geht wer am biegsamsten ist. Jeder Körper ist anders und jeder sollte nur so weit gehen, wie er/sie sich wohl fühlt.

Traut euch! Ich freue mich, wenn ihr dabei seid und es mal in einer Probestunde versucht!

Wir freuen uns, mit Antonia an Bo(a)rd auf eine tolle neue Saison in Kalpitiya. Jeden Morgen wird sie euch beim Yoga mit unterschiedlichem Fokus auf den wundervollen Tag und auf das Kiten vorbereiten. Und am Abend unterrichtet sie bei einer zweiten Yogastunde Intensive Vinyasa Flow. Jede Stunde kann individuell angepasst werden.

Also für alle Yogi Anfänger geeignet und für alle Anfänger im Kitesurfen ist die stehtiefe Lagune in Sri Lanka bestens geeignet. Wenn ihr schon mal reinschnuppern wollt, könnt ihr hier schon mal erste Eindrücke vom Kitesurfen lernen bekommen.