#5 Kitesurfen lernen:
Thordis auf Djerba, Tunesien

Viele Surfer empfinden das Kiten als eine Art der Meditation – während der Wind uns über das Wasser gleiten lässt, sind wir ganz bei uns. Unsere Gedanken sind komplett frei und nichts ist von Bedeutung, außer das endlose Meer vor und der Kite über uns. Doch bis man diesen Punkt erreicht hat und das Kiteerlebnis so entspannt auskosten kann, heißt es natürlich erstmal üben, üben, üben und sich bloß nicht von dem ein oder anderen Fehlversuch entmutigen lassen. Aber mit tollen Kitelehrern, guten Kitbedingungen und ein bisschen Ergeiz steht dann fast jeder schnell auf dem Board und kommt ganz in den Genuß des Kitens. Auch Thordis aus unserem KiteWorldWide Team wollte endlich mal das erleben, wovon die ganzen Kiteverrückten in unserem Büro immer schwärmen und wagte sich letztes Jahr in Djerba zum ersten Mal auf ein Kiteboard.

Unsere Destination Djerba wird ja als sehr anfängerfreundlich angepriesen, kannst du das bestätigen?

Ja, auf jeden Fall. Unser Spot befindet sich dort direkt an einer großen Flachwasserlagune mit einem riesigen Stehbereich, der gerade für Kiteanfänger eine große Sicherheit bietet und das Lernen sehr vereinfacht. Außerdem gibt es dort keine Strömungen oder Wellen und auch die Windbedingungen sind fast immer top.

Wie lange warst du denn insgesamt vor Ort und wie oft davon auf dem Wasser?

Wir sind Freitagnachts angekommen und am Montag schon wieder zurück geflogen. Deshalb hatten wir nur zwei volle Tage vor Ort. Den ersten Tag haben wir komplett damit verbracht unsere neue Destination und die Unterkunft genauer zu erkunden – schließlich muss alles gut vorbereitet sein, wenn wir dieses Jahr unsere ersten Gäste nach Djerba schicken. Deshalb war ich ehrlich gesagt nur am zweiten Tag für vier Stunden auf dem Wasser. Das ist als komplette Kiteanfängerin eigentlich viel zu wenig. Doch ich hatte das Glück, dass ich mit dem Kite Buddy und Tobi gleich zwei super Kitelehrer hatte und somit sogar in der kurzen Zeit große Fortschritte machen konnte.

Wow, in nur vier Stunden Kiten zu lernen ist natürlich wirklich sehr sportlich! Was würdest du denn empfehlen, wie viel Zeit man normalerweise als Kiteanfänger einplanen sollte?

Also drei bis vier Tage sollten es im Schnitt schon sein. Normalerweise verbringt man gut drei Stunden pro Tag auf dem Wasser. Laut dem Kite Buddy haben einige Kiteschüler den Bogen relativ schnell raus und entwickeln bereits nach vier bis sechs Stunden ein sicheres Gefühl für das Kite. Nach spätestens zwölf Stunden auf dem Wasser hat es dann bei fast jedem Klick gemacht und sie können ihre ersten Meter auf dem Board fahren.

Was war es denn für ein Gefühl, als du das erste Mal auf dem Board standest und übers Wasser geflitzt bist?

Am Anfang war es ehrlich gesagt noch etwas wackelig. Aber ich hab mich schnell sicherer gefühlt und dann hat sich nur noch ein Gefühl von purer Freude und einem großen Erfolgserlebnis eingestellt.

Würdest du denn sagen, dass man bestimmte Voraussetzungen mitbringen muss, um das Kiten zu lernen? Muss man zum Beispiel besonders fit sein oder sehr kräftige Arme haben?

Klar, eine gewisse Grundfitness sollte man schon mitbringen, aber die hat denke ich fast jeder gesunde Mensch. Ansonsten spielt das Alter oder die Statur keine allzu große Rolle beim Kiten. Und auch die Armmuskeln sind nicht so wichtig. Durch das Trapez wird die Kraft des Kites auf den ganzen Körper verteilt und nicht nur auf die Arme. Das Wichtigste um das Kiten zu lernen, ist meiner Meinung nach ein bisschen Mut und das Vertrauen in seinen Kitelehrer.

Du meintest ja eben, dass dir das Kiten vom Kite Buddy höchstpersönlich beigebracht wurde. Wie war er denn als Kitelehrer?

Er ist echt ein cooler Typ und war mit viel Witz und Spaß, aber auch der nötigen Ernsthaftigkeit dabei. Außerdem konnte man ihm sehr gut vertrauen. Und mir das Kiten innerhalb von vier Stunden beizubringen, ist ja auch eine sehr große Leistung! Übrigens hat er auch unseren kompletten Kiteunterricht gefilmt. Das Video findet ihr entweder auf seinem YouTube Kanal oder auf unsere “Kitensurfen Lernen” Seite. Könnt ihr euch gerne mal angucken, um einen guten Eindruck zu bekommen, wie eine erste Kitestunde ungefähr abläuft.

Hat dich denn das Kitefieber jetzt auch gepackt?

Ja, auf jeden Fall!

Und hast du schon eine Idee, wo du als nächstes hinmöchtest?

Geplant ist leider noch nichts. Wenn ich es mir aussuchen dürfte, würde ich mich entweder für Brasilien oder Sansibar entscheiden. Mit den großen Flachwasserspots und dem stehtiefen Wasser bieten beide Destinationen die perfekten Bedingungen für jeden Kiteanfänger.

Wenn dich jetzt auch die Lust gepackt hat und du noch mehr übers Kitesurfen lernen erfahren möchtest, schau gerne mal bei unserem KiteWorldWide Guide fürs Kitesurfen lernen vorbei.

Für mehr Infos zu Djerba und was man da unternehmen kann, schaut auch in unserem Guide: Djerba Urlaub für Aktive vorbei.