Der Kitesurf Worldcup 2016 auf Fehmarn – Unser Recap

Vor 13 Jahren fand der Kitesurf Worldcup das letzte mal auf Fehmarn statt. Wir waren damals dabei, als Adam Koch seinen – für damalige Zeiten – unglaublichen 13 Sekunden Sprung hin lag. Allen stockte der Atem. Und als die kleine Gisela Pulido von ihrem Vater am Strand gehalten werden musste, weil der Kite sie sonst weggetragen hätte. Es war ein unglaublicher Event, der sicher seinen Teil dazu beigetragen hat, dass wir uns so sehr in das Kiten verliebt haben. Obwohl das Material zu der Zeit eher dagegen sprach. Damals war der Event am Grünen Brink, wo dieses Jahr das Testgelände war.

Nach langer Abstinenz war es nun wieder soweit. Bereits am Donnerstag haben wir uns mit unserem Hymer Kite Mobil auf den Weg gemacht.

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Auf dem Worldcup angekommen wurde sich dann direkt ein schönes Fleckchen gesucht, der Camper geparkt und die Strandstühle ausgepackt. Wir sollten unser Quartier für die nächsten 10 Tage gefunden haben!

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Im Vergleich zu St. Peter Ording war die Trennung von Event- und Testgelände anfangs natürlich ungewohnt. Der Shuttle Service funktionierte allerdings echt super und so wurde man entspannt und fast schon ein bißchen dekadent in brandneuen Mercedes Vitos – selbstverständlich mit Vollederausstattung und automatischen Türen – von einem Strand zum anderen gefahren. Unser persönliches Highlight war Tillmann – einer der Fahrer, der einen sogar mit gekühltem Bier abholte. Da könnten wir uns glatt dran gewöhnen!

Die ersten Tage war der Wind mit 5-8 Knoten für normalsterbliche eher suboptimal, für die Foiler allerdings mehr als ausreichend. Als erster war Jürgen aus unserem Team auf dem Wasser.

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Am Samstag folgten dann auch die Pros und die ersten Foil Heats konnten ausgefahren werden.

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Bei 28 Grad, entspannter Musik und auch den einen oder anderen Palmen auf dem Eventgelände kam fast schon karibisches Feeling auf. Die Kite Hersteller haben sich auf einen kleinen Auftritt beschränkt. Core hatte natürlich Heimspiel und hat sich auch die prominenteste Position gesichert. North Kiteboarding, Flysurfer mit Levitaz, RRD, Liquid Force, Airush, Cabrinha und Nobile waren am Start. Keiner wußte, was bei dieser Premiere auf Fehmarn passieren würde und so waren viele vorsichtig. Einige, wie Naish, Slingshot oder Best, waren noch vorsichtiger und haben erst gar keine Stände gebucht.  Zu dieser Entscheidung beigetragen hat auch sicherlich die Trennung von Event und Testgelände.

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Einer der Höhepunkte des Worldcups war für uns natürlich die KiteWorldWide & WeBääm Worldcup Party im ehemaligen Haus des Gastes, direkt am Südstrand. Um in Stimmung zu kommen, luden wir zum gemütlichen Get Together auf unserem Platz ein. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die dabei waren, es war uns ein Fest!fehmarn-worldcup66

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Im Anschluss ging es mit allen Leuten geschlossen zur eigentlichen Party, die das Ganze nochmal getoppt hat. Die Jungs von WeBääm haben wieder Vollgas gegeben und das Haus des Gastes vibrierte im 4/4 Takt.

Am nächsten Morgen wurden wir durch das seichte Rascheln der Blätter geweckt. Wind! Mehr oder weniger dynamisch ging’s auf ins Shuttle und ab zum Grünen Brink. Spätestens beim Blick auf den Spot waren dann aber alle wieder schlagartig fit.

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Am letzten Wochenende sollte der Wind tatsächlich für die Freestyle Heats reichen. Schnell füllte sich der Südstrand und große Aufregung machte sich breit.

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Lange sollte der Wind allerdings nicht halten, weswegen die Freestyle Heats nicht beendet werden konnten. Wir mussten bis Sonntag warten. Die Veranstalter gaben sich einen Ruck und verlängerten die Wettkampfzeit bis in den Nachmittag hinein. So konnte zumindest noch das Freestyle Finale der Frauen durchgefahren werden. An dieser Stelle Gratulation an Bruno Kaija, die diesen Heat für sich entscheiden konnte. Für die etwas schwereren Jungs hat es leider nicht gereicht, so dass es leider kein Ergebnis gab.

So zog sich der Worldcup dann auch weiter. Viele alte aber auch einige neue Gesichter, lange Nächte, interessante Gespräche und mind. 5000 High Fives.

Alles in allem kann man sagen, dass der Worldcup bestimmt anders war als sonst. Uns ist aufgefallen, dass zwar viel weniger Leute da waren, unter denen aber mehr Kiter und Sportbegeisterte als pures Partyfolk. Das führte zu weniger Stress an den Abenden und machte einiges entspannter. Insgesamt fanden wir es gemütlicher.

Beim Thema “gemütlich” müssen wir natürlich auch noch einmal unseren treuen Gefährten erwähnen. Nicht, dass wir alt werden… aber mit dem Hymer war der Worldcup schon wirklich sehr komfortabel. Durchgehend gekühltes Bier und der Herd zum Kaffee machen nach einer (der vielen) langen Nächte sind schonmal eine echt coole Nummer. Auch die Markise, die bei Nieselregen die Grillrunde rettet, ist nicht zu vernachlässigen. Vor allem aber die goldenen Morgenstunden, in denen man entspannt auf der Rundsitzecke noch bei dem einen oder anderen Bier die Nacht ausklingen lässt, wollen wir auf keinen Fall missen.

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Auch die 30 Knoten Gewitternacht, in denen wir – das Fußfolk ;) – kaum unsere Zelte am Boden halten konnten, soll im Hymer wohl garnicht so schlimm gewesen sein. “Gewitter? Echt?”.

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Der Wind hat leider nicht ganz mitgespielt dieses Jahr, weswegen der eigentliche Contest etwas in den Hintergrund gerückt ist. Langweilig wurde auf dem Gelände aber sicherlich trotzdem niemand. Unsere Freunde von Gleiten.TV  haben mit Willow und Anne einmal das Gelände unsicher gemacht, um euch einen kleinen Eindruck zu verschaffen.

Wir freuen uns schon auf’s nächste Jahr!

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