Logbuch Eintrag #6 | Wettrennen durch den Ärmelkanal

“Don Quichotte lässt grüßen.” So meldete sich unser Skipper Axel, nachdem er den Hafen von Scheveningen bei Den Haag verlassen hatte, und sich den Weg Richtung Ärmelkanal durch riesige Offshore-Windparks bahnen musste. Mit an Don Quichottes Seite ist neuerdings “Sancho Panza”, auch Georg genannt, Alster-Skipper und Gründer von “Hamburg city sailing”. Von der Windflaute, von der wir in Logbuch Eintrag #4 noch erzählten, ist seit Scheveningen nichts mehr übrig. Stattdessen pfeift der Wind den beiden Hamburgern nun um die Ohren, als gäbe es kein Morgen mehr. Grund genug, um ein nächtliches Geschwindigkeitsrennen zu veranstalten. Während sich Autopilot “Hein” ausruhen durfte, um Batterie zu schonen, und weil er bei hohen Geschwindigkeiten ohnehin nicht mehr steuern kann, überboten sich Axel und Georg mit Geschwindigkeitsrekorden. Axel war um 2.30 Uhr mit seinen 9,1 Knoten noch ganz zufrieden. Um 5.30 Uhr knackte Georg dann mit 9,9 Knoten die Bestmarke, musste seinen Titel als schnellster Skipper der Zest aber gleich eine Stunde später wieder abgeben. Im noch immer stockdüsteren Gewässer schaffte Axel 10,9 Knoten, was einer Geschwindigkeit von 20 km/h entspricht. Im Video kann man das Feeling an Bord der Zest nacherleben, inklusive authentischem Meeresrauschen (Lautstärke hochdrehen, um Axels Worten zu lauschen):

Und um Logbuch Eintrag #6 mit Axels, aka Don Quichottes Worten zu schließen: “Also denn Dose KERNenergie auf und den Kampf gegen die Windmühlen auf dem Wasser bestreiten.”