Mike Schitzhofer’s Kolumne: Pkra Leucate + News Podersdorf

Man sollte meinen, dass man als profi Kitesurfer ein ziemlich entspanntes Leben hat. Alles läuft easy und man hängt eigentlich sowieso nur die ganze Zeit am Strand ab.

Allerdings, muss ich im Moment feststellen, dass es auch mal stressig werden kann. Momentan, bin ich sehr viel unterwegs und verbringe maximal eine Woche durchgehend in Österreich.

Nach meinem Trip nach Dakhla, Marokko ging es gleich weiter zu einem Best-Kiteboarding Fotoshoot an eine quasi geheime Location, um die Fotos mit dem neuen Material für 2015 zu schießen. Wir hatten eine tolle, arbeits- und windreiche Woche mit super Ergebnissen.

Zurück zu Hause, blieb gerade noch genug Zeit, um neue Klamotten für Leucate, Frankreich einzupacken, wo der 3. Tourstop des Pkra Worldcup dieser Saison statt fand.

Leucate ist bekannt für seine extremen Bedingungen und die Fahrer wurden auch dieses Jahr nicht enttäuscht. Der erste Tag des Wettkampfes war noch windlos und entspannt, aber ab dem zweiten Tag hörte der Wind nicht mehr auf zu blasen und die Rider packten die großen Kites gleich mal weg. In meinem ersten Heat in der single Elimination musste ich sogar meinen 6 Quadratmeter TS nehmen, um einigermaßen zurecht zu kommen. Alles in allem, waren die Bedingung aber zumutbar und es war ein fairer, spannender Contest, den Christophe Tack aus Belgien für sich entschied, vor Marc Jacobs aus Neuseeland und Aaron Hadlow aus England. Christophe führt die Weltrangliste nun schon mit Respektabstand an und ist eindeutig der Favorit für den Titel.

Kaum war der Final Heat in Leucate vorüber, war ich auch schon wieder auf dem Weg nach Österreich, um an meinem Heimspot in Podersdorf am Neusiedlersee an einer Pkra Freestyle-Show im Rahmen des Pkra Slalom-Worldcups teilzunehmen.

Jedes Jahr, findet um den 1. Mai in Österreich der Surfworldcup statt. Das ist auf jeden Fall ein Highlight in meiner Saison. Der Event ist riesig, perfekt organisiert und bringt jedes Jahr an die 100.000 Zuschauer an den Strand.

Nachdem es leider keinen Freestyle Wettkampf gab, konnten meine Kollegen von der Freestsyle-Show und ich uns auch ein wenig mehr auf die Partys am Abend konzentrieren, welche absolut legendär sind.

Nun ist der Surfworldcup wieder vorbei und somit auch mein Aufenthalt in Österreich.

Jetzt sitze ich schon wieder am Flughafen und warte auf das Boarding für meinen Flug nach Barcelona, um dort an einem Best-Kiteboarding Team-Shoot teilzunehmen. Geplant ist ein Wochenende voller Spaß, mit all meinen Team-Kollegen.

Stress? Manchmal ja, aber ich hüte mich davor, mich über meine Leben zu beschweren und genieße die gute Zeit!