Safari in Kenia – Auf den Spuren der "Big Five" im Tsavo East Park

Mit KiteWorldWide nach Kenia kommen und jeden Tag kiten ist natürlich eine schöne Sache. Täglicher Wind hat leider jedoch den Nachteil, dass man nicht viel abseits des Spots sieht. Wer es aber schafft die Lodge zu verlassen, der wird auch belohnt. Denn eine Safari gehört zu Kenia wie die doppelte Portion Käse auf eine Pizza.

Also haben wir uns aufgemacht in den Tsavo East Park nördlich von Mombasa. Nachdem wir den täglichen Wahnsinn der Hafenstadt durchquert und mehrere kleine Orte passiert haben sind wir auch schon am Gate und fahren zum ersten Game Drive in den Park. Denn wer zuerst in die Safari-Lodge fahren und sich das Ganze in Ruhe angehen will, der hat nicht viel davon. Nahe am Äquator brennt die Sonne mittags erbarmungslos und das schlaue Zebra hat gelernt, sich dann einfach in den Schatten unter einen Baum zu legen. Um also ein wenig Action zu sehen fahren wir morgens und abends in den Park.

Schon beim ersten Besuch bekommen wir einiges zu sehen und nach wenigen Minuten ärgern sich meine Mitfahrer, dass sie die versprochenen 100€ nicht von mir bekommen werden – die bekommt nur, wer auf der gesamten Safari keine Elefanten sieht. Was ungefähr so häufig vorkommt wie eine Oktoberfest ohne Bier. Kurz nach den Elefanten besucht uns eine Herde Giraffen, die unsere Autos in ein paar Metern passieren. Später folgen Gazellen, Büffel, Zebras und geschätzte weitere 400 Elefanten.

Der zweite Game Drive fällt nicht so ergiebig aus, was aber vor allem daran lag, dass unser Fahrer uns unbedingt Löwen zeigen will und wir das andere Getier links liegen lassen. Er würde sich wohl kaum so viel Mühe geben, wenn er wüsste, dass wir beim Dinner in der Lodge Besuch von einer Löwin bekommen werden. So entwickelt sich der zweite Drive zu einer „Mini“-Safari: wir sehen u.a. Mungos, diverse Vogelarten, kleine Zwergantilopen (wie auch immer die wohl richtig heißen) und… Elefanten… natürlich.

Am nächsten Morgen geht es bei Sonnenaufgang zum Frühstück und direkt danach wieder in den Park zum Beobachten. Aber die Safari fängt wieder früher an. Am Wasserloch neben dem Restaurant hat sich ein Schwarm Vögel zum Trinken eingefunden. Wie viele es am Ende wirklich waren kann wohl niemand sagen, aber grob geschätzt: ganz schön viele. Und ganz schön laut.

Auf dem Weg in den Park gibt John, unser Fahrer plötzlich Gas. Über Funk hat er gehört, dass Löwen gesichtet wurden. Es ist eine interessante Erfahrung mit einem Nissan Van und 80kmh über eine Piste zu jagen, deren Schlaglöcher die Tiefe eines Meteoritenkraters haben. Aber wir sehen die Löwen. Yippie! Leider nur auf Entfernung. Mmmhhh. Also setzen wir unsere Safari fort und sehen wieder jede Menge andere Tiere.  Auch ein paar Elefanten.

Kurz vor Ende des Game Drives haben wir unsere Hoffnung auf Großkatzen schon längst begraben. Man kann ja nicht alles haben. Auf dem Weg zum Gate sehen wir noch ein paar Warzenschweine neben der Piste, die vom Auto aufgeschreckt wurden. Wobei eines eine komische gelbe Farbe und schwarze Flecken hat… Die Jagd war schon vorbei, bevor wir es realisiert haben und der Fahrer bremsen kann. Geparden sind nun einmal sehr schnelle Tiere. Trotzdem hat er das Schwein nicht bekommen. Man kann ja nicht alles haben. Aber wir unsere Katze…Katzen! Denn aus dem Busch kommen die drei Zöglinge der Gepardin und alle vier passieren gemütlich und ganz selbstverständlich unsere Autos in Streicheldistanz. Zitat John „You are really lucky my friends“. Ja, aber hallo! Nach einem genialen Trip in den Park ging es danach zufrieden und mit neuer Energie Richtung KiteWorldWide Lodge.

 

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