Meine Kitereise mit KiteWorldWide nach Kenia

Am 13. Dezember 2011 habe ich mich mit dem Zug auf nach Frankfurt aufgemacht, um dort meine Reise nach Mombasa anzutreten.

Ich kann nur jedem empfehlen mit einem Rail and Fly Ticket nach Frankfurt zu reisen, da die Flüge um einiges günstiger sind.

In Mombasa angekommen wurde ich von tollen 30 Grad begrüßt, was natürlich absolut klasse war. Der Transferfahrer erwartete mich schon am Ausgang und dann starteten wir gleich unsere Tour durch Mombasa in Richtung Mwazaro Beach. Für jemanden wie mich war die Fahrt durch Mombasa sehr interessant und aufregend, da ich in meinem Leben noch nie so etwas gesehen habe. Es ist schon abschreckend aber man darf nicht vergessen, dass dieses Land auch viele schöne Plätze zu bieten hat.

Als wir die Stadt verlassen hatten erstreckten sich Zuckerrohrfelder und es wurde immer grüner. Nach einer gewissen Zeit verließen wir die Teerstraße und es ging über eine, aus rotem Sand bestehende Straße weiter.

Beim Erreichen der Lodge wurde ich direkt von Stella freundlich begrüßt, die sich dann erst mal um mich kümmerte und mir alles zeigte.

Meine Unterkunft, das Korallenhaus Jupiter, war der absolute Hammer!!! Ein großes Bett aus Holz mit einem Moskitonetz und eine kleine Sitzecke mit frischen Blumen fand ich vor. Von meinem Badezimmer aus konnte ich den Blick in den Busch genießen. Was jeden Abend beim Duschen immer wieder schön war. Die kleine Terrasse war sehr liebevoll gestaltet und auch hier befand sich ein Bett mit Moskitonetz. In dem Moment stand für mich fest, wo ich die nächsten Nächte schlafen würde. Der Blick auf das offene Meer und die Margroven war überwältigend. Ich hatte das Gefühl ich sei im Paradies gelandet.

Im Restaurant traf ich dann auf die anderen Gäste. Sandra, Reto, Tanja, Max, Robert und Marco. Eine klasse Truppe mit denen ich die komplette Reise jede Menge Spaß hatte. Alle saßen noch an dem großen Holztisch und warteten auf den Wind, der so früh am Morgen noch nicht ganz so stark ist. Nach einer kurzen Vorstellung und meinem Begrüßungsdrink erkundete ich dann die Lodge und dabei wurde mir bewusst, dass ich wirklich im Paradies gelandet war. Fast alles ist aus Naturmaterialien gebaut worden, was ich unglaublich faszinierend fand. Nicht zu vergessen die verschiedenen Pflanzen und Bäume, die es bei uns einfach nicht gibt.

Auch wenn ich nach der doch sehr langen Anreise gut geschafft war, konnte ich es mir nicht entgehen lassen etwas Kiten zugehen. Das Wasser hatte die Temperatur einer Badewanne, somit war es angenehm warm wenn auch nicht so ganz erfrischend. Der Wind kam sehr sauber bei ca.15 Knoten. Ich hatte sehr viel Spaß und habe den neuen 2012er Rebel von North getestet. Ein wirklich guter Kite.

Vor dem Abendessen trafen wir uns alle in der Bar auf dem Dach, tranken unsere Drinks und unterhielten uns über Gott und die Welt. Dann kam auch schon der ersehnte Anruf „ Dinner is ready“ und alle machten sich auf den Weg ins Restaurant. Hier aßen wir alle gemeinsam an einem großen Tisch, was eine sehr familiäre Atmosphäre hervorrief. Das Essen war sehr lecker und brachte die Kraft wieder zurück in den Körper. Trotz des guten Essens machte ich mich schnell auf den Weg in mein Bett und schlief schnell ein. Ich schlief super, da ich ja wusste, dass Robbie und Babu, die beiden Hunde der Lodge Wache hielten.

Am nächsten Morgen wurde ich von der Sonne geweckt und genoss erst mal die tolle Aussicht. Zum Frühstück gab es verschiedene Früchte und ich musste feststellen, dass Mangos nicht gleich Mangos sind. Zusätzlich konnte man sich Eier in verschiedenen Variationen bestellen, die frisch zubereitet serviert wurden. Tost, Marmelade, Butter und Müsli standen ebenfalls auf dem Tisch bereit.

Nach dem Frühstück hatte ich eine längere Unterhaltung mit Hans, der die Lodge damals gegründet hat. Ich lauschte gespannt seinen Geschichten und war beeindruckt.

So wie jeden Tag setzt dann auch wieder der Wind ein und wir gingen alle zusammen aufs Wasser. Beim Aufbau der Kites wurden wir immer von den beiden Beachboys unterstützt, die uns auch Start – und Landehilfe gaben. Philipp, der Kitelehrer, gab mir viele hilfreiche Tipps für neue Tricks, die ich dann auch eisern übte und letztendlich auch Erfolg damit hatte. Im vorderen Bereich der Lagune kann man klasse im Flachwasser spielen und für Sprünge macht man einfach zwei Schläge raus und hat tiefes Wasser. Auch wenn man mal auf eine Muschel oder ein Korallenstück tritt, ist es nicht schlimmer als bei uns in der Ostsee, wo auch Muscheln sind. Meine Füße haben es sehr gut überstanden. Anfängern würde ich jedoch Neoprenschuhe für den Anfang empfehlen.

Abends saßen wir dann wieder alle nett zusammen und ließen uns von den Köstlichkeiten des Koches verwöhnen.

Der nächste Tag begann wieder mit einem leckeren Frühstück. Danach stand eine Tour durch das anliegende Dorf an. Hier wurden wir freundlich von jedem mit „Jambo“ begrüßt. Es ist schon sehr faszinierend mit was für wenig Mitteln die Menschen hier leben und ihre Häuser bauen und das Tollste daran ist sie scheine glücklich und zufrieden zusein. Auf der kompletten Tour wurden wir von einer Schar von Kindern begleitet, die mit uns gesungen haben und unsere Kameras und Fotoapparate total klasse fanden. Immer wieder stellten sie sich in Position für ein schönes Foto. Den heiligen Baum, der als Antenne zu den Geistern dient, durften wir auch bestaunen. Hier wird immer noch geopfert und gebetet, denn die Geiste beschützen diesen heiligen Ort.

Zurück in der Lodge haben wir uns erst mal ausgeruht, da eine Wanderung bei ca.34 Grad schon ganz schön anstrengend ist. Ich habe mir die Entspannung mit einer tollen Massage noch versüßt. Diese kann ich nur jedem empfehlen, denn für das Geld bekommt man hier wohl nichts Vergleichbares. Auf der Liege spürte ich dann auch schon wie der Wind zum Kiten bereit war und dann ging es wieder raus aufs Wasser.

An zwei Tagen ging ich morgens zum Stand up Paddeln aufs Wasser. Da ich schon einige Berichte darüber geschrieben habe konnte ich gleich loslegen und bin die Bucht auf dem Sup Board abgefahren. Selbst bei flachem, ruhigen Wasser ist es schon sehr anstrengend , macht aber auch jede Menge Spaß.

Bei Ebbe sollte man mal ein Stück durch das „Watt“ wandern und Muscheln sammeln oder sich die ganzen Einsiedlerkrebse  in den Pfützen anschauen. Egal wie klein die Muschel auch ist, sie ist bestimmt bewohnt.

Die ganze Woche war so entspannend, dass ich nach zwei Tagen schon das Gefühl hatte ich wär schon eine Ewigkeit hier. Die gute Stimmung und die netten Leute haben natürlich dazu beigetragen und ich möchte diese Zeit nicht missen. Nur leider bleibt nichts für ewig und so musste ich mich am 21. Morgens um 4 Uhr mit Marco wieder auf den Weg nach Mombasa machen. Auf Widersehen KiteWorldWide Lodge in Kenia.

Wir versuchen auf unserer Homepage den Spot so gut es geht zu beschreiben, doch das kann uns nicht gelingen, denn man muss diesen Spot erlebt haben um die gesamte Schönheit in sich aufzunehmen.

Ich danke allen tollen und lieben Menschen in der Lodge, die sich jeden Tag aufs Neue große Mühe geben den Gästen einen unvergesslichen Urlaub zu ermöglichen. Das ist Euch auf jeden Fall gelungen. Dann möchte ich mich noch bei Sandra, Reto, Tanja, Max, Robert, Marco, Claudia und Norbert bedanken, mit denen ich einfach super viel Spaß und nette Gespräche hatte. Ihr seid alle ganz tolle Menschen und ich hoffe, dass wir uns wiedersehen.

Ein besonderer Dank gilt natürlich KiteWorldWide, die mir diese Reise ermöglicht haben und ohne die ich wahrscheinlich nie eine so traumhafte Reise nach Kenia gemacht hätte. Ich danke euch auch für das super Praktikum und werde euch vermissen…

[nggallery id=38]

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar