Kitereise-Tagebuch von Fuerteventura

Thomas und Marius, die beide ein Praktikum in unserer Zentrale in Hamburg absolviert haben, waren zum Abschluß für eine Woche auf Kitereise nach Fuerteventura . Natürlich durfte ein ausführlicher Bericht zu ihrer Reise nicht fehlen und diesen wollen wir euch nicht vorenthalten.

Der Text ist von Thomas Fiks, die Bilder von Timo Mößner. Vielen Dank dafür!

Donnerstag, der 08.09.2011

[singlepic id=915 w=300 h=200  float=left]1. Tag

Mit dem durchaus erschwinglichen Ryanairflug ab Bremen ging es mit dem zweiten Praktikanten und Haudegen Marius sowie Timo alias Rastaman, der ein Promo-Video für KiteWorldWide von Fuerte drehen soll, ab auf die Insel! Der erste Schritt aus dem Flugzeug, vor allem aus Hamburg kommend, hat gleich für einen positiven Klimaschock gesorgt. Pralle Sonne und 32 Grad im Schatten. Wicked!!! Selbst wenn die Hamburger die glücklichsten Deutschen sind, mit etwas Sonne könnte man noch zu den glücklichsten Menschen Europas avancieren. Wie dem auch sei. In der Empfangshalle Fuerteventuras angekommen stand auch gleich der gute Jonas mit seiner nicht zu übersehenden pinken KiteWorldWide Cap bereit zum Transfer zur Costa Calma.[singlepic id=908w=300 h=200  float=right] In einem zum Glück klimatisierten Van ging es dann gleich los. Auf der Fahrt hat Jonas gleich mal raus horchen wollen, was die Jungs von KiteWorldWide so drauf haben. Als KiteWorldWide Mitarbeiter wurde natürlich viel erwartet, woraufhin ich ihn leider enttäuschen musste. Außer den ersten Wasserstarts, bin ich nach meinem Anfängerkurs vor einem Jahr in Neuharlingersiel an der Nordsee nicht hinaus gekommen. Noch auf der Fahrt zur Unterkunft wurde der Ablauf des nächsten Tages besprochen. Der Donnerstag stellte sich als perfekter Anreisetag dar. Nicht nur ist es einer der wenigen Partytage in der Costa Calma, sondern auch der Tag an dem in der entspannten Kiteschule von Chris die fetten Steaks gegrillt werden. So haben wir gleich die ersten Kontake geknüpft und das ganze Team von Chris kennengelernt. Ein besonderer Dank geht hier an Kathi die alte Partymaschine und Kitelehrerin , die in Sachen steil gehen nicht zu übertreffen war! ;)

2. Tag

Nach einem exzessiven Partyabend hat man sich am Morgen dann doch verflucht um 5 Uhr ins Bett gegangen zu sein. Der Lagunentransfer fand nämlich schon um 10 Uhr wegen des frühen Hochwassers statt. Über Stock und Stein ging es dann mit dem [singlepic id=927w=300 h=200  float=left]unschlagbaren Land Rover Defender zur Lagune. Das Ding ist ein Biest im Gelände. Die swimmingpool-artige Lagune füllte sich langsam aber sicher. In der Zwischenzeit wurden die Anfänger zunächst in 2er Gruppen, je nach Level eingeteilt. Da mein letzter Kitekurs schon eine Weile her war fand ich es ganz sinnvoll nochmal ein Briefing über den Aufbau sowie die Sicherheitssysteme der Ausrüstung zu bekommen. Darüber hinaus wurde auch für alle Neuankömmlinge der Spot einmal näher gebracht. Denn sollte die normale Windgeschwindigkeit 20 Knoten betragen, so kommt es in der Lagune durch zwei Berge zu einer Art Düseneffekt womit sich die Geschwindigkeit auf bis zu 25 Knoten erhöht. Ganz wichtig auch die Havanna Zone. Jeder, der der Sandbank, die die Lagune vor dem offenen Meer trennt, zu nahe kommt, der schuldet dem Team von Chris eine Flasche 7 jährigen Havanna. Wertvolle Info, die man im Hinterkopf behalten sollte. ;) Mit  Sebastian (Seppi), Kitelehrer und Strahlemann von Beruf, ging es dann nach dem Aufbau der 2011er Gin Kites sehr bald aufs Wasser. [singlepic id=926 w=300 h=200  float=right] Ich war mit einem Wiener Jung an einem Kite. Für uns hieß es erst einmal  Schirm auf 12 Uhr und Bodydrags üben. Beim Briefing habe ich noch großspurig behauptet, ich wäre schon auf dem Level Wasserstart. Aber bei den ersten Bodydrags hat man doch gemerkt, dass man lieber nochmal einen Gang zurückschalten sollte. Nach 4 sehr langen Std. auf dem Wasser, vieler noch unkontrollierter Schirmbewegungen, war die Begeisterung  fürs Kiten wieder voll geweckt. Mit ein paar guten Tipps von Sebastian gelang es sowohl dem Wiener Tom, als auch mir die ersten Meter am Ende des Tages zu fahren, was die Motivation natürlich für die folgenden Tage steigerte.  An dem Tag herrschten auch geniale Bedingungen, sodass der Lernfortschritt dementsprechend hoch war.

3. Tag

Heute war ich auf Wunsch mit Timo an einem Schirm damit er nebenbei ein paar Photos schießen konnte.[singlepic id=918 w=300 h=200  float=left] Obwohl er vorher noch gar keinen Kurs gemacht hat, hat der Kerl sich auf Anhieb verdammt gut angestellt. Am liebsten wollte ich gleich mit meinem eigenen Kite  losballern, jedoch haben die ersten whipe outs mir gezeigt, dass Hochmut ja bekanntlich vor dem Fall kommt. So war es dann schließlich auch als ich übereifrig an die Sache rangegangen bin und ein Kite am Ende des Tages geschrottet habe. Schöner fetter Riss. Kathi hat mich zurecht verflucht, denn sie hing am Abend noch da und musste das gute Ding wieder flicken. Sorry Maschine. Zurück zum eigentlichen Kurs an dem Tag. Wir hatten die Ehre von Chris geschult zu werden.  Von daher war ich im Endeffekt doch glücklich nochmal vom Meister höchst persönlich was zu lernen.[singlepic id=912 w=300 h=200  float=left] Timo war an diesem Tag nicht zu bremsen. Zweiter Tag und er fuhr einfach drauf los. 50 Meter in die eine, 50 Meter in die andere Richtung. Ich habe es an dem Tag lediglich in „regular“ Position, also mit dem linken Bein nach vorne, geschafft die ersten 20 Meter zu fahren. Das  reichte mir völlig aus! Unglaubliches Gefühl kann ich nur sagen. Solche Momente genieße ich sonst meist nur in der Wintersaison im Tiefschnee beim Powdern. Die Snowboarderfahrung, die ich mitbrachte, hat mir auf jeden Fall geholfen schneller mit dem twin-tip Brunotti Board umzugehen beim Wasserstart.

[singlepic id=914 w=300 h=200  float=right]4. Tag

So fett die Bedingungen am Vortag auch waren, machte uns die Natur an diesem Tag ein Strich durch die Rechnung – kein Wind. Das heißt in dem Fall Theorieschulung in der Kiteschule von Chris. Der Seppi hat uns aufgeklärt an welche Spots man bei welcher Windrichtung fahren kann und welche eher ungeeignet, gar gefährlich sein können. Anhand von kreativ gebastelter Miniatur Modellen konnten sogar diejenigen mit weniger weitrechendem Vorstellungsvermögen folgen. ;) Es wurde uns beigebracht wann man jemandem Vorfahrt gewähren muss, was Luv und Lee bedeutet und zusätzlich die Materialkunde. Seppi hat den Vormittag schon recht interessant gestaltet.[singlepic id=913w=300 h=200  float=left] Ein wenig Theorie kann ja schließlich nicht schaden. Da nun der Tag zur freien Gestaltung zur Verfügung stand wurden wir Praktikanten von Chris unter seine Fittiche genommen und sind erst einmal zum Schnorcheln an eine nicht allzu weite Felsenbucht gefahren. Das Rote Meer war es zwar nicht, aber mit einer Go Pro ums Handgelenk wusste man sich schon zu beschäftigen. Am Abend ging es nochmal zum Sonnenuntergang auf die andere Seite von Fuerteventura nach La Paret. Dort haben wir mit einem kühlen Bierchen in der Hand den Wellenreitern beim Sonnenuntergang beim Surfen zugeschaut. Abends wurde dann die Kite-Crew noch kurzerhand von Timo und mir in Ihre Poker Schranken gewiesen. Der 7 jährige Havanna war somit wieder zurück in die Kasse gespült worden.

5. Tag

Abholung am Sonntag war wegen der späteren Flut erst um 13 Uhr. Einige Strategen waren dafür sehr dankbar.[singlepic id=921w=300 h=200  float=left] Heute war ein Kite-tag wie er im Bilderbuch steht. Endlich hatte ich meinen eigenen Schirm, den ich am Strand gestartet habe. Dummerweise waren die Leinen vertüdelt. Sebastian hat es beim Kitestart bemerkt und gleich ein Bier eingefordert. Man muss da wirklich aufpassen, denn es kann nicht nur richtig gefährlich werden, sondern viel wichtiger noch, es raubt einem wertvolle Zeit zum Kiten. Trotz den anfänglichen Problemen ging es dann ab aufs Wasser. Mittig in der Lagune angekommen suchte ich mir einen freien Punkt zum üben. Kite auf 12 Uhr, Arsch ins Wasser, Brett zurechtgerückt und ab dafür. So langsam bekam ich das Gefühl für den Schirm und das Brett. Oftmals war der erste Powerstroke noch ein wenig lasch, dann kam einfach der zweite und dritte hinterher und man fuhr los. Man war der König der Welt. Die Wende gelang mir zwar gar nicht, doch man setzte sich einfach wieder hin und lenkte den Schirm in die andere Richtung. Selbst das funktionierte heute. Kathi hatte am heutigen Tag die Aufgabe zwischen den ganzen Anfängern zu fahren um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. Sie brachte mir zwischendurch dann ein kleineres Brett, das bei den kleinen Kabbelwellen entspannter zu fahren sein sollte. Das war es dann auch tatsächlich und ich schaffte es sogar bei meinen Rechts-Links Fahrten nicht mehr so viel an Höhe zu verlieren. Nach 5 Std war meine Power dann auch irgendwann ausgeschöpft.[singlepic id=923w=300 h=200  float=right]

Long story short: mega Fortschritte gemacht, total angefixt vom Kiten, ein fetter Tag – BAMBOLEO!

6. Tag

Ich hatte mein eigenes Hüft-Trapez mitgenommen, hätte mir das aber sparen können. Denn die Anfänger/Sitztrapeze sind einfach viel entspannter zum lernen. Mein Trapez ist mir zweimal ziemlich hochgerutscht und hat mir die Luft abgeschnürt. Da verzichte ich gerne mal auf die Optik. Deshalb ging es am letzten Tag mit dem Pampers-Trapez weiter. Erstens dient es als Signalzeichen für andere Kiter, dass man noch nichts drauf hat und Vorsicht geboten ist. Zweitens ist es anfänglich einfach gemütlicher. Der heutige Tag war ein genialer Abschluss. Wasserstarts gingen nun immer leichter von der Hand. An Höhe habe ich auch nicht mehr ganz so viel verloren. Meist immer nur wenn man beim Start zu weit nach vorne gezogen wurde. Mein Ziel für den heutigen Tag war es an der Wende zu feilen. Vom Prinzip ging es auch schon nach ein paar Übungen, die ich mir am Strand noch eingeholt habe ganz gut.[singlepic id=919w=300 h=200  float=left] Konnte jedoch noch nicht wieder Druck in den Schirm bekommen, so dass es auch gleich wieder weiter ging. Highlight des Tages war ein 3 Meter hoher Sprung in die Luft, als ich wieder Wenden wollte. Koordiniert war das sicher nicht. Aber ein geiles Gefühl war es allemal. Abends wurden wir dann noch von Chris Dick Kiteboarding zum Essen in dem Restaurant Galerie eingeladen. Als Aperitif gab es ein Sekt mit Mango-Sorbet, mit dem wir uns schon ganz gut angeschnapst haben, gefolgt von super leckeren Garnelen mit ordentlich Knoblauch als Vorspeise. Als Hauptspeise gab es das Entre-Cote in Pilzrahmsoße mit Kartoffelspalten und Broccoli. Die Portion war auf jeden Fall stattlich. Die Preise entsprachen den in Deutschland. Danach musste man einen hammermäßigen Kite-Urlaub selbst verständlich würdig in diversen Bars abschließen.

7. Tag

Da gibt’s eigentlich nicht mehr viel zu sagen außer, dass wir alle am liebsten noch eine Woche geblieben wären.[singlepic id=906w=300 h=200  float=right]

Ihr wollt auch? Dann schaut auf KiteWorldWide beiden Kitereisen nach Fuerteventura vorbei

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