Der Beetle Kitesurf World Cup in St.Peter Ording denkt an die Natur

Der Beetle Kitesurf World Cup lockte in den vergangenen fünf Jahren fast eine halbe Millionen Besucher an den Ordinger Strand.Bei diesen vielen Menschen war und ist es für die Veranstalter wichtig, dass das Wassersport-Highlight im Einklang mit der Natur gefeiert und vor allem der bis zu zwei Kilometer breite Sandstrand geschützt wird.

So werden auch in diesem Jahr 50 Papierkörbe und Mülleimer überall auf dem Veranstaltungsgelände platziert. Die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording setzt sogar eine Strandreinigungsmaschine ein, die den Sand bis zu einer Tiefe von 15 Zentimetern durchsiebt und reinigt. Es wird auf die Vernunft und das Umweltbewusstsein der Kitesurf-Fans gesetzt.[singlepic id=857w=300 h=200  float=left]

Strom mit KitePower

Kitesurfen ist ein Natursport. Die Fahrer lassen sich über Meere oder Seen ziehen, ihr Treibstoff ist der Wind. Den wollen Ingenieure aus den Niederlanden nutzen und mit Lenkdrachen Höhenkraftwerke betreiben. KitePower heißt das Prinzip des Prototypen, der effizienter als die Bodenturbinen arbeiten soll und wie ein Jo-Jo funktioniert. An einem langen Seil steigt der Lenkdrachen in die Luft und schraubt sich dabei in der Flugbahn einer liegenden Acht in die Höhe. Diese sogenannten Cross-Wind-Manöver, die auch Kitesurfer anwenden, erzeugen eine hohe Zugkraft. Das Kabel wird beim Aufstieg durch die Flugbewegung immer wieder kürzer und der Drachen zurückgezogen. Diese Drehbewegung beim Auf- und Abwickeln des Zugseils treibt einen Generator an. Er produziert Strom, der in einer Batterie zwischengespeichert wird. Ist das Seil komplett abgewickelt, wird der Flugwinkel so verändert, dass sich die Zugkraft wieder verringert, auch Depower-Phase genannt. Der Kite lässt sich so mit viel weniger Kraft wieder einholen, es bleibt ein deutlicher Energiegewinn.[singlepic id=858w=300 h=200  float=left]

Auf dem Testgelände in der Nähe des Amsterdamer Flughafens stiegen die Drachen 300 Meter hoch, bei anderen Standorten können sie sogar bis zu einem Kilometer in die Luft fliegen. In dieser Höhe sind die Winde konstanter, die Stromerzeugung ist noch effizienter. Die Forscher aus den Niederlanden gehen davon aus, dass so eine Kilowattstunde Strom für einen bis vier Cent produziert werden kann. Im Vergleich dazu liegen die Kosten bei herkömmlichen Windkraftwerken bei durchschnittlich 6.4 Cent pro Kilowattstunde.

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