Kitesurfen und Segeln: Josi und Marco unterwegs mit dem KiteWorldWide Katamaran

Josi und Marco haben gemeinsam ja schon einige der KiteWorldWide Destinationen zusammen besucht – TatajubaDakhlaEssaouiraTarifa, sowie einige der ehemaligen Destinationen. Anfang November hatten die beiden Lust auf etwas Neues und sind auf der einwöchigen Katamaran Kite & Segel Törn durch die Kanarischen Inseln mitgefahren. Also mit dem Flieger vom regnerischen Hamburg nach Lanzarote, wo die Otto Mezzo vor Anker liegt und sie mit einem fantastischen Sonnenuntergang willkommen heißt. Dieser Luxuskatamaran vom Typ Lagoon 500 soll für die nächsten 6 Tage das schwimmende Zuhause von Josi, Marco und den anderen KiteWorldWide-Gästen sein.

Die Otto Mezzo im Hafen

Den ersten Abend an Land verbringen alle Mitfahrenden damit, sich kennenzulernen und für die Woche auf See ordentlich einzukaufen – denn neun hungrige Kiter müssen natürlich versorgt werden. So wird also unter der Anleitung von Skipper Tobi und dessen Freundin Cati der Katamaran mit Proviant, Wasser, Diesel, Kiteequipment und Gepäck beladen. Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung geht es dann zeitig ins Bett, denn die Wecker sind für den nächsten Morgen auf 06:30 Uhr gestellt – so ein Kiteabenteuer möchte man nunmal nicht verschlafen!

Genug Proviant für alle

Gemütliche Kojen

Rise and shine! Es ist früh morgens im Hafen von Arrecife und die Otto Mezzo wirft für die Ausfahrt auf den Ozean hinaus den Motor an. Kaum sind die schützenden Kaimauern jedoch im (sprichwörtlichen) Rückspiegel, werden stattdessen die Segel gehisst, denn der Wind pustet ordentlich und das Ganze heißt ja nicht ohne Grund Kite & Segel Törn ;)

Leinen los!

Das Ziel des ersten Tages auf See ist La Graciosa, eine Insel nördlich von Lanzarote, die auf dem Seeweg in etwa 5 Stunden zu erreichen ist. Nach einer aufregenden Fahrt voller “Ohhhhh”s und “Guck mal da!”s ist La Graciosa dann erreicht und Skipper Tobi lässt in einer windgeschützten Bucht den Anker herunter. Anschließend geht es fix in einem kleinen Beiboot an den menschenleeren Strand, um von dort aus die erste Kitession zu starten. Mit tollem Wind und bester Laune lernen die freudigen Kiter den Atlantik vom Board aus kennen und fallen später nach einem gemeinsamen Abendessen erschöpft aber sehr glücklich ins Bett.

Auf hoher See

Ankerplatz vor La Graciosa

Nach der Verrichtung ihres Küchendienstes gesellen Josi und Marco sich am nächsten Vormittag zu ihren Mitreisenden aufs Wasser. Für ein paar Stunden genießen sie das türkisblaue Wasser beim Schnorcheln, SUP fahren, schwimmen oder Wellenreiten, bevor dann wieder die Segel für die nächste Etappe gesetzt werden.

Fischkino – Von unterhalb des Katamarans in die Koje gucken

Auf der Fahrt Richtung Fuerteventura lernen sich alle an Bord immer besser kennen und die Stimmung wird immer familiärer. Zum Abendessen gibt es dann sogar einen selbstgefangenen Thunfisch, der frisch zubereitet noch direkt während der Fahrt aufgefuttert wird.

Stolzer Fang

… und schmecken tut er auch!

Vor Fuerteventura haben dann alle wieder die Gelegenheit in Sichtweite des Hafenbeckens ( und des überfüllten Spots Flag Beach ;) viel zu kiten und nutzen das natürlich voll aus.

Josi ganz in ihrem Element

Am nächsten Tag versucht Marco mit ein paar anderen Gästen einen Downwinder neben dem Katamaran her zu fahren. Leider hatte niemand bedacht, dass sie dafür zwischen zwei Inseln hindurchfahren mussten, von der eine den Wind abdeckte. So stürzt im Windschatten eines Berges plötzlich der Kite ab und sie müssen vom Beiboot wieder eingesammelt werden. Als Tobi dann ankommt und im Beiboot Bier dabeihat, entwickelt sich die ganze Situation aber zu einer witzigen und einzigartigen Anekdote – es war also doch nicht ganz umsonst ;).

Abends gibt es selbstgemachtes Sushi. Ein wahres Festessen und genau richtig nach einem anstrengenden Tag.

Am nächsten Morgen ist leider nicht so viel Wind wie vorhergesagt und deshalb wird Marco einfach mal kreativ: zum Wakeboarden holt er das Foil raus und verleiht dem Ganzen so eine neue Note.

Spektakulärer Sturz von Tobi ;)

Und als der Foil erstmal draußen ist, dauert es nicht lange, bis auch der Kite dazukommt. Es macht nunmal einfach Spaß, wie auf einem magischen Teppich über dem Wasser zu schweben.

Am Ende des Segeltörns sind Josi und Marco sich einig: der Kite & Segel Törn war ein richtig tolles Abenteuer! Eine Woche lang ohne festen Boden unter den Füßen auf dem Wasser zu leben ist erstmal grundlegend anders, wenn man nicht gerade mit Seefahrt aufgewachsen ist. Die beiden hatten aber einen Heidenspaß. Dazu kamen die umwerfende Kulissen der vulkanischen Kanaren, Spots, die die beiden ganz für sich allein hatten, eine supernette Crew und Community und einfach das befreiende Gefühl, an nichts und niemanden gebunden zu sein. Die schiere Endlosigkeit des Ozeans gibt einem dieses Gefühl wie kaum etwas anderes auf der Welt. Da haben die beiden ihren Offroad LKW auch nur ein bisschen vermisst.

Der Katamaran selbst war natürlich auch ein wichtiger Aspekt der Reise. Jedes Pärchen hatte eine eigene Koje mit einem eigenen Bad. Das wurde vor allem dann wichtig, wenn man doch mal eine ruhige halbe Stunde für sich haben wollte. Außerdem erlaubt der Katamaran Zugang zu traumhaften Spots und Buchten, die über den Landweg entweder gar nicht oder nur sehr schwierig zu erreichen sind. Ein zusätzlicher Bonus.