Die KiteWorldWide Girls zum Kiten in Ägypten

Schnee, Regen, dann wieder Schnee und eisige Temperaturen: wir hatten die Nase voll vom schmuddeligen Wetter in Hamburg! Daher haben ein paar von uns Mädels aus dem Team (Josie, Nina, Steffy und ich) kurzerhand beschlossen: Ab in die Wärme mit uns, dem Gemüt etwas Gutes tun! Warum also nicht mal die Seahorse Bay in Ägypten abchecken?

Gesagt, getan. Nach einigen Komplikationen so kurzfristig noch einen Flug nach Ägypten zu finden, saßen Steffy und ich Donnerstag Nacht im Flixbus auf dem Weg nach Berlin Schönefeld. Besonders die zwei betrunkenen Teenies die den gesamten Bus mit einem sanften Hauch von Gin umhüllt und uns lautstark an ihren „Problemen“ teilhaben lassen, haben das Verlangen nach verdientem Urlaub noch mehr verstärkt.

Danach verging die Zeit tatsächlich wie im Flug, ein paar Wimpernschläge später und wir stehen in Ägypten bei sonnigen 25 Grad. Nina und Josie kommen nur kurze Zeit später mit dem Flieger aus Hannover und ab jetzt geht es zusammen weiter. Wir wurden bereits freudig erwartet, das Visum wurde schon für uns besorgt und der Transfer stand bereit- jetzt kann’s losgehen!

In der Seahorse Bay angekommen haben wir vier die ganzen Strapazen im Nu vergessen. Wir waren überwältigt von der Gastfreundlichkeit die uns entgegen gebracht wurde. Es kam uns vor als wären wir in einer kleinen Oase mitten im Nirgendwo gelandet, abseits von jeglichen Touri Hotspots.

Photo Credit: Andre Jäger

Photo Credit: Andre Jäger

Wir durften sogar ein wahrliches Naturereignis miterleben, es hat geregnet – in Ägypten! Ibi, einer der Besitzer des Kiteclubs in der Seahorse Bay, hat uns erzählt dass es einmal jährlich regnet und die Gegend danach mit reichlich Wind belohnt wird, somit war der Regen für uns völlig in Ordnung ;) Abends wurden wir von den Jungs aus der Küche mit dem täglichen vier Gänge Menü verwöhnt. Das Essen war so lecker dass wir es danach nichts mehr geschafft haben und vollgefuttert und k.o. ins Bett gefallen sind.

Photo Credit: Andre Jäger

Die Tage danach sind alle sehr entspannt abgelaufen, genau wie wir es und gewünscht haben. Jeden Morgen wurde als erstes der Windfinder gecheckt um zu sehen, wie wir den Tag am Besten gestalten können. Wenn es fürs Kiten nicht gereicht hat, gab es eben eine Runde Yoga… Am zweiten Tag wurde der Wind dann endlich stärker – Ibi hatte tatsächlich recht! Nina und Josie als erfahrene Kiter waren schneller auf dem Wasser als die Beachboys die Kites aufpumpen konnten ;-)

Photo Credit: Andre Jäger

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Steffy stand auch bereits einige Male auf dem Board und ich – blutiger Anfänger! Ausgestattet mit Neo, Prallschutzweste und stylischem knallgelbem Helm ging es dann auch für mich top motiviert und mit hohen Erwartungen an mich selbst ab aufs Wasser. Zu Beginn wurde der Wasserstart des Kites geübt, die allgemeine Kitekontrolle und Bodydrags, für mich viel zu wenig Action – ich wollte endlich ab aufs Board und fahren!

Nagy, der Kitelehrer, hatte ordentlich mit mir zu kämpfen. Ich wollte viel zu viel, viel zu schnell und wurde sauer auf mich selbst, sobald beim ersten Versuch nicht alles geklappt hat. Während die anderen ganz lässig an mir vorbei gefahren sind, habe ich also weiterhin unkontrollierte Hechtsprünge zehn Meter nach vorne mit unsanfter Landung aufs Wasser hingelegt. Dabei musste sogar ein Kite dran glauben, ups…

Nach einigen weiteren Versuchen hat es dann auch bei mir endlich geklappt, ich hab’s aufs Board geschafft und bin ein paar Meter gefahren, zwar nur ein paar Meter bis es mich dann wieder komplett verrissen hat, aber ich bin gefahren! Die nächsten Tage konnten wir alle weiter an unseren Fähigkeiten arbeiten und haben jede Stunde mit Wind voll ausgekostet.

Photo Credit: Andre Jäger

Unser Fazit: Zwar hatten wir “nur” vier Tage, aber wir haben jede Sekunde in Ägypten genossen. Gemeinsam mit den anderen Gästen vor Ort wurde viel geredet und gelacht. Egal ob Anfänger oder erfahrener Kiter, alle haben sich verstanden, schließlich wollen ja alle das Selbe: Kiten! Die Zeit ging viel zu schnell vorbei und ich freue mich schon auf die nächsten Abenteuer, die auf mich warten.