Tatajuba Brasil Kitelagoon

Josie & Marco zum Kitesurfen in Brasilien

Dakhla, Essaouira, Tarifa, Portugal, Frankreich und Sardinien – bis jetzt waren Marco und ich ja bereits an ziemlich vielen KiteWorldWide Destinationen. Immer in Begleitung unseres treuen 4×4 Trucks, dem “Beachexplorer”. Weil ich in diesem Jahr auch unbedingt die fantastischen Bedingungen in Brasilien erleben wollte, von denen Marco mir seit Jahren vorschwärmt, hieß es für uns beide Anfang Dezember “Goodbye Glühwein – Hello Caipi” und ab ins Flugzeug!

Da erwartete uns bereits das erste Abenteuer, denn wegen 4 Passagieren, die nicht erschienen waren und eines verpassten Enteisungsslots konnten wir nicht wie geplant um 10 Uhr abfliegen, sondern erst am darauffolgenden Tag um 14 Uhr. War aber nicht weiter schlimm, denn wir wurden in ein nettes Hotel einquartiert und konnten so bereits die anderen KiteWorldWide Gäste kennen lernen.

In Fortaleza fühlen wir uns als seien wir in ein Gewächshaus geraten: Von 0 Grad in Frankfurt auf muckelige 30 Grad. Wohlwissend hatten wir uns bereits in Deutschland Shorts und T-Shirts ins Handgepäck gesteckt und können so direkt am Flughafen ins Urlaubsfeeling eintauchen.

Transfer Fortaleza to Tatajuba

Angekommen in der KiteWorldWide Pousada, werden wir sehr herzlich von Samuel und den Hunden Sammy und Caju begrüßt, die uns zu unserer wunderschönen Unterkunft begleiten. Eigentlich ist es viel zu aufregend um schlafen zu gehen, aber nach 48 Stunden Anreise fallen uns dann doch schnell die Augen zu.

Von jetzt an haben unsere Tage einen herrlich relaxten Ablauf: zunächst gibt es ein tropisches Frühstück mit superleckeren Früchten, selbst gemachten Aufstrichen, Brot und Kuchen und anschließend können wir noch ein paar Stunden am Pool chillen, bevor dann pünktlich zur High Tide der Wind kommt. Von jetzt bis zum Sonnenuntergang gegen 18 Uhr heißt es: kiten, kiten, kiten!

Gerade die Flußmündung vor der Pousada bietet eine riesiegen Spielplatz, auf dem sich Flachwasser zum Tricks üben und kleine Kickerwellen auf dem Meer abwechseln. Später läuft dann auch die Lagune vor der Haustür voll und man kann sich in einer Sunset Session austoben, bis die Bauchmuskeln schlapp machen. Mit diesem perfekten Setting gelingen mir dann auch endlich ein Boardgrab beim Springen und die Backroll auf beiden Seiten – whoop whoop!!

Marco verausgabt sich derweil bei Megaloops mit späten Drehungen und Tow Ups (bis zu 40 Meter hoch!!!) und kreiert ganz nebenbei einen neuen Signature Move: einen Santa Loop ohne Bar anfassen! :)

Pünktlich zum Abendessen holt uns unser neuer kleiner Freund Joey ab und geleitet uns bis zum Restaurant in der Pousada. Hier werden wir von Koch Bruno, der Brasilianer ist aber in Deutschland kochen gelernt hat, jeden Abend mit drei köstlichen Gängen verwöhnt. Zu Beginn gibt es meist einen leichten Salat oder Carpaccio, der Hauptgang besteht aus zartem Filet oder Fisch und das Dessert verwöhnt den Gaumen mit flüssigem Schokokuchen oder Maracuja Mousse – hmmmmmm… Zum Glück verbringen wir in Brasilien immer mehrere Stunden am Tag auf dem Wasser, sonst würde man wohl neben vielen schönen Erinnerungen auch das ein oder andere Kilo Hüftspeck mit nach Hause nehmen.

Natürlich wollten wir uns auch einen Ausflug ins legendäre Jericoacoara, kurz Jeri, nicht entgehen lassen. Von dem ehemaligen Fischerdorf ist nicht mehr viel übrig, außer des sensationell guten gregrillten Fischs, den man hier wirklich überall bekommt. Ansonsten hat sich das Dorf in einen beschaulichen Surfer – Hippie – Ort verwandelt. In den vielen kleinen, schnuckeligen Lädchen gibt es von Klamotten über Schmuck und natürlich Flip-Flops (das einzige “Schuhwerk”, das man in Brasilien braucht) jede Menge Souvenirs zu entdecken und zu shoppen.

Den Abend lassen wir dann mit Caipis, für die es in Jeri eigens einen Straßenzug gibt, und einem tollen Sundowner am Strand ausklingen.