Roadbook Eintrag #13 – Überraschungen an der Algarve

Bevor Marco und Josi Tarifa verlassen, halten sie bei Punta Paloma. Dort ist die berühmte große Düne die man von Tarifa und sogar von Marokko aus sehen kann. Von hier hat man einen sehr schönen Überblick über die Strände im Süden. Die Düne ist immer in Bewegung und begräbt regelmäßig die Straßen unter sich.k-_dsc1471

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Sie fahren weiter nach Norden und schauen sich Los Canos de Meca an. Die kleine Bucht ist für große Wellen bekannt und dient als Ausweichspot, wenn in Tarifa der Levante zu stark weht. Da die Straße zum Leuchtturm am Faro Trafalgar vom Sand begraben ist, muss man zu Fuß gehen.
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Der nächste Halt ist in Sanlucar de Barrameda. Die Stadt liegt an einer sehr breiten Flussmündung und empfängt Marco und Josi mit lila blühenden Bäumen. Ihr Parkplatz befindet sich direkt hinter der Strandpromenade und man kann hier sogar kiten. Die beiden überlegen nicht lange und bauen 9 und 10 auf. Es wird einmal über die gesamte Flussmündung bis zur gegenüberliegenden Seite gekitet. Als die beiden nach der ausgiebigen Session an der Promenade entlang laufen, sehen sie in einiger Entfernung ein paar Wohnmobile am Wasser stehen. Sie parken um und finden einen Platz zwischen französischen Wohnmobilen. Am Morgen kommt sogar ein Bäcker mit dem Auto vorbei und verkauft ihnen frisches Brot.
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Am nächsten Tag wollen sich die beiden die andere Seite des Flusses angucken. Dort soll es in 20 Kilometern Luftlinie einen Stellplatz und auch einen Kitespot geben. Das Navi errechnet jedoch 200 Kilometer Fahrstrecke. Marco schaut sich das im Internet genauer an und stellt fest, dass es tatsächlich keine Möglichkeit gibt das Flussdelta auf einem kürzeren Weg zu überqueren. Man muss einen Umweg über Sevilla machen, da das ganze Areal ein riesiges Naturschutzgebiet “Parque Nacional de Donana” ist.
Nach vier Stunden sind sie wieder in der Nähe der Küste.
Als sie nach einigen engen Straßen bei dem Parkplatz ankommen ist dieser bereits so voll, dass keine Fahrzeuge mehr eingelassen werden. Ein sandiger Weg führt weiter ins Naturschutzgebiet aber die Durchfahrt ist verboten. So können sie nur umkehren und einen anderen Platz zum übernachten suchen. Es geht an einer Steilküste dicht am Wasser entlang. Nachdem sie einige Zeit gesucht haben, finden sie den Campingplatz Donana. Hier verbringen die beiden eine Nacht.
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Einen Tag später erreichen Marco und Josi Portugal. Dort führt sie ihr Weg immer an der Algarve entlang. In Manta Rota finden sie einen großen Stellplatz direkt hinter den Dünen. Die beiden haben sofort das Gefühl wieder in Marokko zu sein, ständig kommen Leute vorbei die etwas verkaufen wollen: Brot, Obst, Muscheln.
Es ist einer der heißesten Tage und es weht ein leichtes Lüftchen schräg auflandig ohne Wellen. Perfekte Bedingungen um den 12er Kite aufzubauen und das Hydrofoil rauszuholen. Marco hat eine richtig gute Session mit dem Foil bei Sonne und kaum Welle, außerdem ist er der einzige Kiter weit und breit.
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Da der Wind einen Tag später ein wenig eingeschlafen ist, fahren sie Richtung Lagos weiter. Sie übernachten an einem Kitespot bei der Flussmündung Ria de Alvor. Hier gibt es, je nach Tide, eine große Lagune mit vielen Sandbänken. Fast wie in Brasilien, sogar der Wind ist so stark, dass sie den 7er Kite fahren können.

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Der nächste Tag hat einige Überraschungen für Marco und Josi parat. Ein Mopedfahrer fährt an den beiden vorbei. Er fällt ihnen deshalb auf, weil er einen Kite auf dem Rücken und ein Board dabei hat. Plötzlich klopft es an ihrem Truck. Der Mopedfahrer ist Dave, den Marco letztes Jahr bei der Ausbildung zum IKO-Kiteinstructor kennengelernt hat. Er arbeitet jetzt hier als Kitelehrer.
Kurze Zeit später kommt noch ein Bekannter. Benny, den Marco vor ein paar Jahren in Brasilien kennengelernt hat, betreibt hier eine Kiteschule. Er und Dave arbeiten zusammen. Wie klein die Welt doch ist.
Da aller guten Dinge drei sind, kommt pünktlich zum Abendessen auch noch Martin in Lagos an. Martin ist ein Freund von Marco und Josi aus Hamburg und hat sich zur gleichen Zeit wie die beiden ein Expeditionsmobil gebaut und befindet sich damit gerade auf dem Weg nach Südafrika.
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Am Freitagabend landen Marco, Josi und Benny auf einer Pizzaparty in einer Hippiekommune in den Bergen. Jeden Freitag gibt es hier für 10 Euro Pizza „all you can eat“. So einen Ort habe die drei noch nie gesehen. Alles ist selbstgebaut und in den Bergen stehen alte Wohnwagen und Wohnmobile herum in denen die Menschen wohnen.
Die Party geht bis zum frühen Morgen und die letzten Gäste verlassen das Gelände als alle drei schon ausgeschlafen losfahren.
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Zwischen den Bergen sehen sie unzählige kleine Sandstrände. Am Strand von Bodeira bei Carrepeteira übernachten sie ein paar Mal kostenlos.
Auch zwischendurch gibt es unzählige Möglichkeiten abseits der Piste die Nacht zu verbringen.
Am Strand nahe Salema umfahren sie den eigentlichen Parkplatz und parken direkt am Strand.
Sie sehen sich die Festung von Sagres an und essen „eine letzte Bratwurst vor Amerika“. Jeder bekommt dafür ein Zertifikat mit Datumsstempel.
Die drei verbringen noch ein paar schöne, entspannte Tage am Strand bevor sie sich von Martin verabschieden.
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k-_dsc1763Auf unserer Karte seht ihr wie immer Marcos und Josis aktuellen Aufenthaltsort. Checkt außerdem unser Roadbook und lest alles über ihre bisherige Reise nach!
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