Roadtrip Eintrag #11 – Arriving in Essaouira

Marco und Josi lassen Marrakesch hinter sich und sind nun auf den Weg nach Essaouira. Da die beiden noch ein paar Tage Zeit haben, bevor sie unser Riad in Essaouira beziehen, fahren sie zuerst in das südlich gelegene Dorf Sidi Kaouki. Am Ortseingang wird man direkt von den Schildern der Surfstationen begrüßt.


Der kleine Ort hat außer einer Hand voll Restaurants, einem Kiosk, zwei Campingplätzen und einigen Unterkünften nicht viel zu bieten. Abgesehen von Wellen und viel böigem Wind. Sie entscheiden sich trotzdem vier Nächte zu bleiben und gehen mit 7 bis 9qm Schirmen kiten.


In den nächsten Tagen suchen die beiden noch andere Orte zum kiten. Sie finden einen steinigen Weg den sie zumindest bis zur Hälfte befahren können, bevor die Bäume zu dicht stehen. Also lassen sie das Auto stehen und werden mit einer großen einsamen Bucht belohnt. Hier könnte man perfekt kiten und vom Felsplateau aus coole Bilder machen, dazu müssten sie jedoch ihr ganzes Equipment zu Fuß zur Bucht tragen. Da der Weg jedoch zu lang ist, entscheiden sie sich dagegen.


Nach ihrem Aufenthalt in Sidi Kaouki, geht es weiter nach Essaouira. Die Stadt hat alles zu bieten, was man sich vorstellen kann. Es gibt einen großen Supermarkt, in dem man alles kaufen kann, was das Herz begehrt und die Medina ist wirklich schön. Auch der Strand lässt keine Wünsche offen.


In Essaouira angekommen treffen Marco und Josi sich mit Sara von der Surfstation Explora. Sie werden nett von allen begrüßt und bekommen als erstes eine Führung. Danach steht das Testen des Spots auf dem Program. Dieser eignet sich hervorragend um Downwinder in die nächste Bucht oder sogar bis Sidi Kaouki zu machen.
Nach ihrer Session werden sie von Miranda abgeholt, ihrer Ansprechpartnerin von KiteWorldWide, die sie in der gesamten Zeit sehr gut betreut. Miranda führt Marco und Josi zum Riad Zelaka, ihrer Unterkunft für die nächsten drei Tage.

Das Riad ist wunderschön. Unten steht ein großer Tisch in der Mitte an dem alle Gäste zusammen frühstücken können. Sechs Zimmer verteilen sich auf die beiden Etagen und ganz oben gibt es eine lauschige Dachterrasse.


Um die perfekten Bedingungen auszunutzen, gehen die beiden jeden Tag kiten. Essaouira gefällt den beiden so gut, dass sie noch eine Nacht länger bleiben als ursprünglich geplant.

Aber jede schöne Zeit geht einmal zu Ende und so verlassen die beiden Essaouira in Richtung Norden. Nächster Stopp ist Safi. Vorbei an Moulay-Bouzerktoun und weiteren schönen Stränden und Buchten bietet die Strecke fabelhafte Aussichten auf das Meer. In Safi übernachten sie auf dem städtischen Campingplatz. Zu ihrer Überraschung wohnen mehrere Pfauen auf dem Platz. Ab und zu kommen Fischer ans Wohnmobil und bieten den Fang des Tages an. Am Nachmittag steht Stand Up Paddeling auf ihrer Liste.

Marco versucht zum ersten Mal, mit dem SUP zu surfen und es funktioniert!


Am nächsten Tag legen die beiden 400km auf einer Autobahn zurück. Sie fahren an Casablanca vorbei und treffen schließlich in Moulay-Bousselham ein. Ein kleines Fischerdorf, direkt an einer Lagune, perfekt um noch einmal mit dem SUP auf Erkundungstour zu gehen. Die Landschaft ist atemberaubend schön und im Wasser erkennt man viele bunte Fische.


Nach zwei Nächten starten die beiden, etwas wehmütig, zu ihrer letzten Etappe. Sie fahren die 150 Kilometer nach Tanger, wo es noch einmal aufregend wird. In einem Kreisverkehr mitten in der Stadt hängen sich plötzlich drei Jungendliche an ihr Truck. Marco hält an und läuft nach hinten um die Jungs zu vertreiben. Sobald Marco jedoch wieder im Auto sitzt, hängen die drei wieder an ihrem Truck. Erst als sie nach einem Kilometer an einem weiteren Kreisverkehr einen Polizisten auf die drei aufmerksam machen lassen sie sich vertreiben. Sie bemerken, dass auch an Bussen und anderen großen Fahrzeugen fast immer Jungs dran hängen. Wenig später erklärt ihnen ein Busfahrer, dass dies eine ganz normale Art für Jugendliche ist um von A nach B zu kommen.

Sie verlassen die Stadt schließlich durch ein teuer erscheinendes Stadtviertel am Meer und fahren über eine letzte Bergstraße, von der aus sie schon die Straße von Gibraltar und in der Ferne sogar Tarifa sehen können.
Ein letztes Mal machen die beiden günstig den Dieseltank voll und auch die Abwicklung beim Zoll geht schnell. Ehe sie sich versehen sind sie schon an Bord der Fähre und blicken mit einen weinenden, aber auch einem lachenden Auge zurück auf das Land, dass ihnen so viel Freude gemacht hat, Marokko.