Roadbook Eintrag #3 – stürmische Zeiten

Nach den entspannten Stunden in Tissirt zieht es Marco und Josi weiter in die Wüstenregion Erg Chebbi. Der Weg dahin ist geprägt von Straßen in schlechtem Zustand und lässt so nur ein langsames Vorankommen zu.

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Dort angekommen, werden die beiden vom Besitzer der Herberge begrüßt, der nicht mehr Herr der Realität ist. Er hat wohl ein bisschen zu viel der marokkanischen Entspannung gefrönt und macht außerdem den Eindruck, als hätte er überhaupt keine Lust auf Gäste. Deshalb fühlen sich die beiden nicht unbedingt wohl. Am nächsten Morgen werden sie von einem kleinen Sandsturm geweckt, der zwar einen sandigen Schleier zurücklässt, aber sonst keine weiteren Probleme verursacht.

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Ohne Frühstück geht es weiter in ein kleines Dorf, bei dem die Einfahrt mit Maßarbeit gemeistert wird. Gut, dass die beiden das beim Bekleben mit dem KiteWorldWide Logo in Hamburg schon geübt haben.

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Bei immer weiter steigenden Temperaturen machen die beiden eine Tour durch die Dünen. Statt auf dem Autositz nehmen sie diesmal auf dem Rücken eines Dromedars Platz.

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Dann geht es weiter in das Wüstengebiet Erg Sneggi. Doch es kommt anders als die beiden gedacht haben. Ein Wind baut sich auf, der perfekt für einen 7qm Schirm gewesen wäre, mitten in der Wüste aber sehr unangenehm ist.

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Marco beschreibt den Sturm so: “Auf halber Strecke verdunkelt sich der Himmel. Eine Front kommt auf uns zu. Wir können das zunächst nicht richtig einschätzen und denken, es sei Regen. Dann erinnere ich mich an das Bild eines Sandsturms, welches ich neulich im Internet gesehen habe und wir realisieren, dass es genau das ist und halten an. Die anderen beiden Overlander stehen schon ein paar hundert Meter hinter uns. Man kann kaum mit Worten beschreiben, wie diese Front aussieht. Bestimmt 200 bis 300 Meter hoch, als ob sich etwas über das Land ergießt. Sie kommt schnell näher, der Wind nimmt schnell noch mehr zu.“

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Schnell dreht Marco noch den Bug des Trucks in den Wind, bevor der Sturm sie trifft. Es wird dunkelorange und heult und wackelt. Als der Wind dreht, dringt der Sand durch die etwas undichte Seitentür und verteilt sich auf Josi.

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Ganz langsam folgen die beiden den nun mit Warnblinkanlage vorbeikommenden Autos ins nahegelegene Dorf und warten dort bis es draußen wieder ruhig ist. Nachdem der Truck wieder vollständig vom Sand befreit wurde, soll nun der Erg Chebbi umrundet werden. Durch sandigen Untergrund und mit viel Geschaukel erreichen sie nach 94km, für die sie beinahe 8 Stunden gebraucht haben, endlich die Teerstraße. Nach den Erlebnissen der letzten Tage gönnen sich die beiden eine wohlverdiente Flasche Wein, der Beachexplorer wird mit einem Kamel-Abzeichen belohnt.

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Auf unserer Karte seht ihr wie immer Marcos und Josis aktuellen Aufenthaltsort. Außerdem könnt ihr im Roadbook alles über ihre bisherige Reise nachlesen!