Lenni on Tour: Tarifa

Die alljährlichen Osterfeiertage standen an und was war da naheliegender als ein paar Brückentage zu nehmen und ab in die Wärme zu fliegen? Aber wohin im März für nur eine Woche? Die Anforderungen: Kurzstreckenflug, warm, windsicher und ein lässiger Lifestyle. Nach kurzer Beratung stand das Ziel fest: Tarifa, Spanien.

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Der südlichste Punkt von Europa, nur wenige Kilometer von Afrika entfernt, ist ein Hotspot für Wind- und Wassersportler. Durch die exponierte Lage an der Meerenge von Gibraltar hat man hier fast eine 100%-ige Wind-Garantie. Mit einem Direktflug geht es entspannt von Hamburg nach Malaga und weiter mit dem Mietwagen der idyllischen Küstenstraße folgend direkt nach Tarifa. Spät abends kamen wir im KiteWorldWide Town House an und wurden von einem lebendigen Nachtleben überrascht – so wurde der Plan früh schlafen zu gehen gegen ein paar Mojitos getauscht. Viva la fiesta!

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Nach einer kurzen aber erholsamen Nacht im Kite Worldwide Town House hatten wir am nächsten Morgen die Gelegenheit, die Umgebung zu erkunden. In zahllosen verwinkelten Gässchen verstecken sich verträumte Cafés und Restaurants, die zu einem Snack einladen.Tarifa_2016_Lenni-44

Auch das Haus selbst ist äußerst geschmackvoll eingerichtet und bietet alle Annehmlichkeiten, die man bei Selbstversorgung erwartet: Kühlschränke, eine gut ausgestattete Küche, ein großer Aufenthaltsraum, BBQ-Area und eine grandiose Dachterrasse.

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Aber wir sind ja zum Kiten hier. Der Wind baut sich im Laufe des Tages durch die örtliche Thermik auf. Das ist besonders angenehm für die Langschläfer und Nachtschwärmer unter uns. So machten wir uns gegen Mittag auf den Weg an den Kilometer langen Kitestrand. Alternativ gibt es für Fortgeschrittene eine Lagune in der Mündung des Rio Jara. Mich zog es zuerst ins Flachwasser, um nach der Winterpause an meinen Wettkampf-Tricks zu feilen. Die Bedingungen sind erstklassig und kommen nahezu an die Lagunen in Brasilien ran!
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Wer Lust auf mehr Platz und das Spiel mit den Naturgewalten hat geht ins offene Meer. Dort gibt es eine fast sauber brechende Windwelle, die sich zum Wave-Kiten eignet oder die ideale Abschussrampe für Big-Airs darstellt. Besonders an starken Poniente (Side-Onshore Wind) Tagen können die Wellen recht groß werden. An Levante (ablandigen) Tagen ist das Meer bis auf den Swell glatt gebügelt: Allerdings kann dieser Wind auch sehr stark und ein wenig böig sein. Kleiner Tipp: Sowohl Wind als auch Wasser sind um diese Jahreszeit noch recht frisch, daher gehören warme Kleidung und ein dicker Neo mit ins Gepäck. Sobald man im Windschatten ist wird es dann allerdings sommerlich warm. Wir hatten während unserer Woche nur Poniente, dieser war allerdings sehr konstant und absolut perfekt zum Trainieren von neuen Manövern.

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Dies gilt natürlich auch für die Teilnehmer der Kite-Kurse. Durch die geduldige deutschsprachige Betreuung von Gabri hatten die Jungs und Mädels einige Erfolge zu verzeichnen. Durch seine jahrelange Schulungstätigkeit und Spotkenntnis in Tarifa suchte er für die Gruppe immer die besten Spots zum Üben aus.Tarifa_2016_Lenni-8

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Am Abend wurden dann Tapas-Touren, Pub Crawls oder Rooftop-BBQs organisiert. Selbst an windlosen Tagen bietet Tarifa eine Menge: Mointainbiken, Freeclimbing, Wellenreiten, Tagestrips nach Marokko oder einen Besuch im Britischen Gibraltar. Ansonsten kann man auch hervorragend in den weißen Sanddünen entspannen und den Muskelkater auskurieren. Das Besondere an Tarifa ist die Kombination aus hervorragenden Kite-Bedingungen und einem umfangreichen Alternativprogramm, welches auch für Nicht-Kiter viel zu bieten hat. Somit auch eine besondere Empfehlung sollte der Partner nicht kiten. Hier gibt es genug Abwechslung!

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Über diesen Ort könnte man seitenweise schreiben und doch zu keinem Ende kommen. Für uns hat sich dieser Urlaub definitiv länger als eine Woche angefühlt und man ist um etliche Erinnerungen reicher: An hervorragende Kite-Bedingungen, beeindruckender Natur, tolles Essen wie Tapas oder fangfrischen Fisch, spanischem Wein, ausgelassenen Parties und neuen Freunde. Ich nenne es immer gerne den KiteWorldWide Flair, den man an allen Spots wieder findet: Kenia, Tatajuba, Kapstadt … auch als Alleinreisender ist man immer unter Gleichgesinnten in einer Community.Tarifa_2016_Lenni-29