Anne und “das andere Tarifa”

Unsere Teamriderin Anne ist zu ihrem Geburtstag nach Tarifa geflogen und wurde von dem Kitemekka Europas mal auf eine ganz andere Weise beeindruckt. So schildert Anne ihre Erlebnisse:

Inzwischen ist es bei mir zur schönen Tradition geworden, an meinem Geburtstag zu verreisen. Letztes Jahr war ich auf Sizilien, dieses Jahr ging es nach Tarifa in Spanien. Gemeinsam mit einigen meiner besten Freundinnen, haben wir Freitag Abend den Flug nach Malaga genommen. Sieben Frauen, alle Kitesurferinnen haben da schon für Aufsehen am Check In gesorgt. Im totalen Chaos während des Verstauens der Masse an Kite-Gepäcks wurden wir schließlich mit allem, was wir einchecken wollten, durchgelassen.

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Wir hatten nur zwei Tage in Tarifa, bevor der Flug am Montag uns wieder zurück nach Hamburg bringen sollte. Natürlich haben wir unsere Kiteausrüstung mitgebracht, aber dieses Mal reichte unser Glück nur für 1-2 Stunden Wind am Samstag, als kleines Geburtstagsgeschenk für mich ;).

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So konnte ich entdecken, dass Tarifa noch einiges mehr zu bieten hat als Wasser, Sonne und Wind! Am Samstag habe ich mich zu einem Morgenlauf entschieden, wie immer ohne Plan und Richtung. Ich war wirklich überrascht als ich mich in einem Nationalpark unmittelbar in der Umgebung Tarifas wiedergefunden habe! Die Route führte durch das Hochland und entlang der hügeligen Küstenlandschaft Richtung Algeciras. Die Schönheit und Rauheit der Natur macht es unmöglich, den Lauf zu beenden und so bin ich ewig weitergelaufen, in freudiger Erwartung was mich um die nächste Kurve erwarten wird.

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Ich muss zugeben, Sonntags hatten wir ein bisschen einen schweren Kopf. Das schöne ist, man kann hier zu jeder möglichen Uhrzeit frühstücken.

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Wir waren um zwei Uhr nachmittags fertig, dann hat sich die Gruppe gespalten. Ein Teil davon, mich eingeschlossen, hat entschieden, sich den spanischen Gepflogenheiten anzupassen. Wir haben eine großartige Siesta gehalten! Der andere Teil der Gruppe ging shoppen, sie mussten aber leider feststellen, dass auch der Rest Spaniens zu dieser Zeit Siesta hält. Also haben sie den Nachmittag damit verbracht, verschiedene Weinsorten zu testen und am Strand die Surfer zu beobachten.

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Während Trang und ich uns wirklich mit der Siesta angestrengt haben, hat Esther die „Tarifa-Entdecker-Exkursion“ geplant. Laut Google klingt der Rio de la Miel (“Honig-Fluss”) mit Wasserfällen und einer außergewöhnlichen Pflanzenwelt sehr vielversprechend. Dort soll es einige Pflanzenarten geben, die noch nirgendwo sonst entdeckt wurden. „Geht klar“, habe ich gesagt, immerhin war es nur eine 20-minütige Fahrt, um dahin zu gelangen und wir hatten schon 4 Uhr nachmittags.

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Der Honig Fluss hat eindeutig noch mehr geboten, als wir erwartet haben. Der erste Teil ist eine einfache, aber wunderschöne Wanderung. Nur ein paar Meilen lang, schlängelt sich der Weg durch die Berge und folgt der untergehenden Sonne dahinter. Ich habe die grüne Vegetation sehr genossen, genauso wie den Reichtum an Korkbäumen. Der offizielle Wanderweg endet normalerweise an einem Wasserfall. Esther hat aber gelesen, dass es möglich ist, weiterzulaufen, aber von da an sollte die Wanderung eher eine Kletterwanderung werden.

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Der Weg hat uns die Berge hinaufgeführt, durch eine rauere Vegetation. Trotz blutiger Knie hat sich der Weg aber absolut bezahlt gemacht! Wir wurden mit einem wunderschönen Wasserfall mit Pool belohnt, den wir ganz für uns alleine hatten.

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Zwei Tage sind auf keinen Fall ausreichend, um alles zu entdecken, was Tarifa und die Umgebung zu bieten hat, aber ich habe definitiv Lust auf mehr bekommen! Einmal mehr war ich wahnsinnig beeindruckt von der Schönheit Tarifas, aber diesmal von „dem anderen Tarifa“.