Kitesurfen lernen auf Rügen

Früher Feierabend ist was Feines, besonders wenn ein Wochenende bei der Kiteschule Rügen vor einem liegt – mit der waghalsigen Idee das erste Mal mit dem Kite zu surfen. Also Jacke an und Tschüss, die Ostsee ruft. Wir entkommen noch knapp dem Feierabend Verkehr und genießen eine entspannte Fahrt, das Licht vom Sonnenuntergang und melodische Musik vom AUX-IN bringen uns schon in die perfekte Pre-Kite-Stimmung. Mit „uns“ meine ich Eric und mich, beide derzeitige Praktikanten bei KiteWorldWide. Er in der Kundenberatung, ich im Marketing Bereich. Die anderen aus dem Team sind einfach zu beschäftigt mit der Arbeit, um mit zu kommen, wir sind da noch nicht ganz so eingespannt ;)

In „Klein Zicker“ auf der Ostseeinsel Rügen angekommen machen wir’s uns noch in der Ferienwohnung gemütlich. Unsere Auserwählte ist top ausgestattet und liegt direkt über dem Kite-Shop der Jungs, die schon unzähligen Willigen zum Kite-Surfen verholfen haben. Von der Ferienwohnung bis zum Spot sind es circa 200 Meter. Ringsherum ist es hier ländlich, bei einem Spaziergang trifft man hier Schafe und Pferde und Hügel, die einem mit Blick auf die Ostsee grandiose Aussichten bescheren.

Nachdem wir am Samstag früh die Gegend erkundet haben, geht es mittags das erste Mal in’s Wasser. Die Sonne scheint und Wind gibt es auch genug – das sind schon mal ideale Wetter-Voraussetzungen für‘s Kiten. Weil es dennoch kalt ist um diese Jahreszeit, ziehen wir vorsichtshalber zwei Neoprenanzügen übereinander und eine Mütze an. Die Handschuhe hab ich leider vergessen, sorry Hände. Die übliche Trockenvorübung mit dem Kite (Drachen steigen lassen auf dem Berg) hab ich mal eben übersprungen und geh gleich mit Kite ins Wasser. Damit es mich nicht gleich wegweht, bekomme ich erst mal den kleineren zwei Quadratmeter Kite zugeteilt. Paul, der nette Kite-Lehrer mit Trockenanzug, zeigt mir dann geduldig, wie ich den Kite aus dem Wasser starte und oben halte. Er ist zum Glück wirklich geduldig. Anfangs denke ich mir, wie macht er das? Wenn Paul, nachdem ich mich eine halbe Stunde abgemüht hatte das Ding zu starten, zwei Mal sekundenschnell an der Leine zieht und der Kite am Himmel steht wie eine Eins. Aber so ist das wohl beim Kite-Surfen, auch die Lernenden brauchen Geduld.

Und so habe ich erst mal Spaß dabei, starten und lenken zu lernen und den Drachen mal hoch am Himmel, mal im Sturzflug aufs Meer zurasen zu sehen. Ich probier mich ein bisschen aus und merke immer mehr, wie ich den Kite durch die Powerzone jagen kann, um „Power“ zu bekommen. Als sich der Wind verabschiedet, habe ich schon ein paar Body-Drags geschafft, hab eiskalte Finger (dem Restkörper geht es gut) und bin heiß auf das Brett!!!!

 

Am nächsten Tag ist leider der Wind zu schwach und Regen zu stark, um genau hier nochmal anzuknüpfen. Am Nachmittag nach der ersten Surfsession gehen wir dafür nochmal auf den Hügel und jagen den Übungskite durch die Lüfte. Das allein ist schon ein grandioses Gefühl. Wie es jetzt noch mit einem Brett unter den Füßen wäre, übers Wasser gleitend?

…  hach, ich freu mich auf das nächste Mal.

Luisa

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