Logbuch Eintrag #5: Wunderschönes Lissabon

In der Nacht auf Sonntag drehte der Wind wie angesagt auf Nord. Zeit für die Tonia noch vor Sonnenaufgang Leixões zu verlassen. Den Tag über konnten wir wunderbar auf raumen Kursen Lissabon entgegensegeln und dabei am Nachmittag unseren Gennaker setzten.

Wie auf Schienen ging es mit einem Top-Speed von über 18 Knoten gen Süden. Auf einmal besuchte uns auch noch eine Delphinschule. Mindestens 50 Delphine spielten mit dem Boot, sprangen aus dem Wasser und bereiteten uns eine riesenengroße Freude. Eine solche Anzahl an Delphinen hatte noch keiner von uns gesehen!

Nach gut einer Stunde verließen uns die Delphine leider wieder und für uns ging es in eine angenehme Nacht hinein, an deren Ende wir im beschaulichen Cascais an der Bunkerstation festmachten, um nochmal Sprit zu bunkern sowie in Ruhe zu frühstücken. 

Am Vormittag verließen wir schon wieder Cascais und segelten den Rio Tajo hinauf mit dem Ziel Lissabon. Die Nordseite des Flusse war mit sehr vielen Häusern bebaut, während sich an der Südseite die Natur sowie Industrie abwechselten und im Hintergrund die Ponte 25 de Abril das nahende Lissabon ankündigte. Unter dieser beeindruckenden Brücke hindurch, ging es für uns in eine stadtnahe Marina. 

Von hier aus starteten wir am Nachmittag in die Altstadt von Lissabon, wo wir erstmal im Berufsverkehr stecken blieben. Danach eröffnete sich uns aber eine wunderbare Stadt. Zu Fuß erkundeten wir die Innenstadt, immer weiter den Berg hoch. Vorbei an prachtvollen Straßen, gefliesten Fassaden und kleinen Gassen. Überall kleine Läden und einladende Restaurants.

Natürlich durfte auch eine Fahrt mit der Ältesten der drei noch in Betrieb befindlichen Standseilbahnen nicht fehlen, die mittlerweile als nationale technische Denkmale Portugals gelten. Bis zum Sonnenuntergang haben wir so Lissabon unsicher gemacht und diese tolle Stadt erleben dürfen. Lissabon ist für uns auf jeden Fall nochmal eine weitere Reise wert! 

Heute morgen ging es dann schon wieder weiter Richtung Lagos. Nicht aber, ohne ein ausgiebiges Frühstück auf dem Rio Tajo und unter der Ponte 25 de Abril in der Morgensonne auf der Tonia zu genießen. Und wer hat dazu schon die Möglichkeit?

Vor uns liegen über 500 Meilen abseits der Zivilisation, an deren Ende wir Lanzarote erreichen werden. Die Prognose für nächste Woche auf den Kanaren sieht lokal sehr gut aus und wir hoffen euch dann actiongeladene Bilder zeigen zu können!

Auf unserer Karte könnt ihr immer sehen, wo sich die Tonia gerade befindet: