Guest – Special: 10 Tage Dakhla mit Kids – Himmel oder Hölle?

Nach erfolgreicher Mission „Kiten possible“ im Sommer 2016 an der Costa Brava hatte uns nun auch das „Kitefieber“ erwischt. Als Kinder von zwei kiteinfizierten Eltern musste zeitnah ein windsicheres Ziel für die Herbstferien her. Ein Anruf bei Doktor KiteWorldWide unter Angabe der Anzahl von infizierten Personen und der Kreditkartennummer und das Ziel war schnell gefunden – DAKHLA 2016.

Säläm oder wie wir hier in Norddeutschland sagen Moin… Wir sind Jula (12) und Robin (16).
Nachdem unser Ipad Dakhla lokalisiert hatte, kamen dann doch ein paar Fragen auf. Sahara und WLan – passt das überhaupt zusammen? Was machen wir außer Kiten-Essen-Schlafen? Schmeckt das Essen überhaupt? Wo ist die nächste Boutique? Welches Material benötigt man? Für unseren ersten Kiteurlaub zu viert packten wir 4x Bretter, Bars, Trapeze, unzählige Neos (lang, kurz und superkurz) sowie eine Range von 7-13,5 ein.

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Nach 4 Stunden Roadtrip von Hamburg nach Frankfurt ohne McDonalds Stop, aber mit Muttis leckeren Sandwichs, lief der Check-In fast übergewichtslos. Unsere Sachen hat Royal Air Maroc zum Glück kostenlos mitgenommen. Nach einem semilustigen Witz vom Sperrgepäckmann: „Mal gucken, ob wir das alles mitkriegen… Die Maschine ist heute etwas kleiner…“ waren wir das Gepäck bis auf 4 Kiterucksäcke los.

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Mit Royal Air Maroc , „chicken or meat“ und zahlreichen marokkanischen Locals ging es in 6 Stunden über Casablanca nach Dakhla.
Welcome Dakhla Airport 0 Uhr Ortszeit
Jetzt ging`s los…landestypische Verladung des Kitegepäcks, sprich: mehr übereinander als nebeneinander… mit GoPro aus dem Fenster quer durch Dakhla Stadt raus in die Wüste. Mit den Jeeps, wovor uns Mutti immer warnen würde, kamen wir (mit Mutti) im Zenith (Kite World Wide Camp) müde und sandig an. Die Teestunde mit Hamza fiel kurz aus und wir bezogen unsere Villa mit der Nummer 6. Neben uns nur noch Sand!

GOOD MORNING DAKHLA!

Frühstück auf Marokkanisch?!

Pancakes, Nutella, frisch gepresster O-Saft, Crepes und auf Wunsch ein leckeres Omlette. Müsli, Obst und Tomaten, Oliven und Kuchen…. Alles vorhanden! Eine internationale sympathische Truppe im Camp (Englisch war gefragt) und unsere supernette Stationsleiterin (an dieser Stelle Danke an Michèle) begeisterte uns mit Infos über tolle Ausflüge schon vor der ersten Session.Wind garantiert, leider nicht immer genug – gut, dass der 15er von Papa (90kg) zu Hause in der Garage lag…aber der hervorragend sortierte Core-Rental-Store konnte aushelfen!

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Ab auf`s Wasser!
Die paar hundert Meter runter zur Lagune kann man laufen – muss man aber nicht! Der Shuttle zum Wasser oder zu anderen Spots klappte immer und war sehr cool. Das Gepäck im- und die Passagiere hängend außen am Jeep. Als Alternative auch gerne mal auf der Motorhaube – that´s fun.

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Rock n’ Roll
Der Spielplatz vor der Haustür war besonders bei Flut, in der Mittagszeit und vor Sonnenuntergang schön leer.

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Wir haben zwei Ausflüge zur weißen Düne gemacht, einmal per Downwind-Session vom Speedspot aus und einmal durch die Wüste mit dem Jeep. Dort hatten wir Platz ohne Ende und wir konnten erste Sprünge probieren. Dabei waren invertierte Leinen oder abgestürzte Kites kein Problem, dank Nashis (Kiteguide) schneller Hilfe! An einem Tag mit weniger Wind gab es von Michèle immer einen Vorschlag für eine andere Aktion. Das Wellenreiten war zwar bei den meisten eher wenig erfolgreich aber es hat uns allen viel Spaß gemacht…

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Zum Ende unseres Abenteuers starteten wir nochmal eine kleine Abschluss Session am Speedspot. Durch glattes Wasser und viel Platz machte der Speedspot seinem Namen alle Ehre und wir konnten alle richtig Fahrt aufnehmen… die GPS Uhr zeigte 49 km/h. Jula, als Küken in der Truppe und auf der Lagune, gönnte sich am vorletzten Tag als Einzige von uns noch einen Downwinder zur Austern Farm. Extrem flaches Wasser, Punktlandung des Kites und scharfkantige Muschelbänke stellten an dieser Stelle kein Hindernis da. Die mitgebrachten Austern wurden nach der Rückkehr ins Camp verspeist. Allerdings nicht von uns Kindern…

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ALSO KIDS, DAKHLA – HIMMEL ODER HÖLLE?

Auf jeden Fall Himmel und keine Hölle! Chef Hamza sorgt für Wlan, die Küche kocht hervorragendes Essen mit spontanen Alternativen, wenn`s uns Kindern mal nicht schmeckt. Fans vom marokkanischen Vulkan Topf werden wir allerding nicht mehr… Die nächste Boutique haben wir nicht vermisst und außerhalb der Kite-Zeiten kann man am Pool chillen, manchmal auch mit einer Cola und den Katzen oder einfach nur das Wlan nutzen und die Seele baumeln lassen…

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WE WILL COME BACK!
Das nächste Mal zu sechst mit unseren zwei kleineren Brüdern Tom und Pit!

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