Back to contest – German Championship

Wer hätte damit gerechnet dass ich doch eimal wieder an einem Wettkampf teilnehmen würde? Ich kann mich schon gar nicht mehr an das letzte Mal erinnern, es muss aber mindestens 3 Jahre her sein. Aber das Set – up war dieses Mal perfekt: Ich war tatsächlich zur richtigen Zeit in Deutschland, die Windvorhersage war vielversprechend und ein tolles Wettkampf Set-up wurde von der Kitesurf Masters Crew orgenisiert! Ich habe meine Freundin Heike Wycisk, Deutsche Meistern von 2010 und mit mir zusammen eine der „älteren“ Rockerinnen ;), es doch nochmal zu versuchen, rein zum Spaß natürlich.

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Irgendwie habe ich vergessen dass ich noch nie ein großer Fan von Wettkämpfen war, vor allem wegen des langen Wartens auf die Heats und die ständige Angst, die vor allem für mich immer ein großes Problem war. Als die grüne Fahne für meinen ersten Heat oben war schaltete mein Körper in den „außer – Kontrolle – vor – Nervosität – Modus“ um und ich fühlte mich an wie aus Gummi. Schon zu diesem Zeitpunkt wusste ich dass es keinen Sinn machen würde die Big passes auszupacken und so blieb ich bei den sicheren Tricks. Dank einiger tollen Trainingstage in Montenegro diesen Sommer hatte ich ein paar gute Tricks in meinem Repetoire (für mich allerdings eher die Langweiligeren), die ich blind ausführen kann. Doch genau diese schickten mich überraschenderweise direkt in Runde 2.

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Während den drei Wettkampftagen bei 15-20 Knoten mit Sonne, Regen und Donner habe ich es doch geschafft mir meinen Weg ins Finale zu erkämpfen. Ich war damit super zufrieden auch wenn diese Wettkampf – Angst es für mich unmöglich machte mein Bestes zu geben. Es war noch nie so schlimm aber ich war doch sehr überrascht von meiner eigenen Reaktion da ich am Ende nichts zu verlieren hatte und ohnehin niemand damit gerechnet hatte dass ich so weit kommen würde. Das Finale war am Sonntag gegen meine alte Rivalin Sabrina Lutz angesetzt. Sie machte einen umwerfenden Job, landete jeden möglichen Trick, deshalb wusste ich von Anfang an dass es für mich sehr schwer wenn nicht sogar unmöglich war sie zu besiegen. Letztendlich war es genau so, mit 30-35 Knoten musste ich mit meinem 5 m2 (ich fliege den Alana Wave Kite von Naish, weshalb 5 m2 gleichzusetzen ist mit einem 7-8 m2 C-kite) Schirm starten, den ich bisher erst einmal benutzt hatte.

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Und ich habe es total vermasselt! Zu schade, da ich gar nicht mehr nervös war und ich vor hatte, viel Power in meinen Heat zu stecken und mit die Big passes auszupacken. Trotzdem hat Sabrina einen tollen Job bei den rauen Bedingungen gemacht und ich kann ihr nur zu ihrem wohl verdienten ersten Platz gratulieren.

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Alles in allem hatte ich einen riesen Spaß und es war toll bei einem so gut organisierten Event dabei zu sein, zusammen mit einem unterstützenden Team von KiteWorldWide am Strand und alte Freunde wieder zu sehen. Außerdem bin ich beeindruckt von den viele neuen und jungen weiblichen Gesichtern die in den Wettkampf starten. Toll so einen Fortschritt zu sehen! Mal schauen wie lange es dauert bis ich noch einmal so einen Stunt hinlege ;)

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